Station 7: Brandenburg a. d. Havel Marienberg

0. Empfehlung

Seit dem 31. März 2015 steht der sehr sehenswerte Nachbau einer Signalanlage in Originalgröße am höchsten Punkt von Brandenburg, auf der Kuppe des Marienbergs.  Bilder von der Errichtung des Signalmastes finden Sie in Kapitel 4.4 „Die Aufstellung der Signalanlage 2015“.

Vom 18. April bis 11. Oktober 2015 fand die Bundesgartenschau (BUGA) unter dem Motto „Havelregion“ in den Städten Brandenburg an der Havel (Station 7), Premnitz, Rathenow, Rhinow und Havelberg statt. Bilder zur BUGA 2015 stehen im Kapitel 5.4.

In Brandenburg a. d. Havel am OT07 kann der Panoramablick von der Friedenswarte auf dem Marienberg ganzjährig genossen werden.

1. Zuordnung

Wappen der Stadt Brandenburg an der Havel

2007 Land Brandenburg (BB), Kreisfreie Stadt Brandenburg a. d. Havel (BRB), www.stadt-brandenburg.de

1816–1881 Königreich Preußen, Regierungsbezirk Potsdam, Landkreis Westhavelland, Stadt Brandenburg,  ab 01.04.1881 kreisfrei.

3. Zugang, Lage, Koordinaten, Höhe und Karten

Zugang: von der Bergstraße am Rande der Altstadt 300 m zu Fuß den Marienberg aufwärts zur Gaststätte „Marienberg“.

Lage: Auf dem Marienberg südöstlich seines Tops und damit südöstlich des heutigen erdbedeckten Wasserhochbehälters der Stadtwerke Brandenburg a. d. Havel: a) im Bereich der heutigen Gaststätte (Leistner & Schwarz 11/2009): nach dem Gemälde von Bott (siehe tiefer), das eine genaue Orientierung anhand von Gebäuden erlaubt, sowie der Ausrichtung der Gaststätte im geographischen Koordinatensystem (mdl. Mitt. Schwarz 11/2009); b) nahe des heutigen Aussichtsturms „Friedenswarte“ (Menning: nach dem Preußischem Urmesstischblatt von 1839 und dem Gemälde von Bott).

Koordinaten: ≈ 52°24'55" N,  ≈ 12°32'52,6" O (Lagevariante a)

Höhe: ≈ 66 m (Lagevariante a)

Größere Kartenansicht

Höhenprofil der Stationen 1 bis 13: Ausschnitt aus dem Telegraphenbuch III: Abb. 5 (© MENNING et al. 2012)

Höhenprofil der Stationen 1 bis 13: Ausschnitt aus dem Telegraphenbuch III: Abb. 5 (© MENNING et al. 2012)
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4. Station

4.1 Grundstück, Gebäude und Baumeister

Grundstück:

Gebäude: Häuschen nach englischem Vorbild mit Beobachter- und Wohnzimmer (4,4 x 5 m) und Kammer (2,2 x 5 m), 2,8 m hoch, die Fenster können durch Läden verschlossen werden, hölzerner Anbau – vermutlich Stall und Abtritt; Garten.  Über dem Beobachtungszimmer auf dem Dach eine umgitterte Plattform.  Die Station ist zum Übernachten geeignet (Arlt 2007: 14).

Baumeister waren Major von Hessenthal, Commandeur, und Premier-Leutnant Buchard von der Garde-Pionier-Abteilung (Herbarth 1978: 63)

Betriebszeit: 1832 bis 1849

4.2 Personal, Ereignisse, Anekdoten und Verkauf/Abriss

Personal: 1847 sind die Obertelegraphisten Mess (wohnhaft Plauer Straße 2) und Walsleben (wohnhaft Steinstraße 68) sowie die Telegraphisten Otto (wohnhaft Mühlentorstraße 1) und Franke (wohnhaft Altstädtische Große Heidestraße 9) im Adressbuch aufgeführt.
Weiterhin sind die Namen Mahnkopf; Meinecke, Ferdinand; Menzel bekannt, die aber wohl erst später tätig waren.
Aus dem Jahre 1832 ist der Name Friedrich Wilhelm Oppermann bekannt, der anscheinend später nach Soest versetzt wurde (D. Leister, schriftl. Mitt. 02/2010).

Ereignisse:

Anekdote:

Verkauf/Abriss: „Nach Auflösung der Linie verkaufte oder vermietete man das Stationshäuschen, an einen Konditor“ (Herbarth 1978: 64).  Nach (H. Köhler) wurde es 1850 an einen Konditor vermietet, doch das Geschäft wurde bald wieder geschlossen.

Im „Brandenburger Anzeiger“ vom 25.07.1860 wird offeriert: „Da ich jetzt im Telegraphenhause auf dem Marienberg wohne, erlaube ich mir hierdurch ergebenst mit der Bitte anzuzeigen, mich auch hier mit recht vierlen Aufträgen zu beehren.  Da jedoch vielen das Bergsteigen und vorzüglich bei schlechtem Wetter ermüden möchte und vielen es an der Zeit fehlt, so wird, um diesem Übel abzuhelfen, Herr Sachneidermeister Kahlitz, Steinstraße 212 wohnhaft, die Güte haben, Alles für mich in Empfang zu nehmen, von wo ich es täglich zweimal abholen lassen werde und ebenso das Fertige besorge; es geschieht dies ebenso gut, als wäre es in meine Hände selbst gegeben“. J. Eduard Thie, pract. Opticus (BRAWO 11.04.2010)

1861 erfolgte der Verkauf des Telegrafenhauses zum Abbruch.  Es wurde gegen 1862 abgerissen (Herbarth 1978: 64).

4.3 Heutige Nutzung, Eigentümer, Beschilderung und Gäste

Heutige Nutzung: Parkanlage mit Aussichtsturm und Gaststätte

Eigentümer: Stadt Brandendenburg a. d. Havel

Beschilderung: Unscheinbarer Hinweis auf die Telegrafenzeit am Aussichtsturm „Friedenswarte“

4.4 Die Aufstellung der Signalanlage 2015

Der sehr sehenswerte Nachbau einer Signalanlage steht seit dem 31. März 2015 am höchsten Punkt von Brandenburg, auf der Kuppe des Marienbergs.  Die Idee dafür hatten Dagmar Leistner und Albert Schwarz bereits 2007/08 und schon früh war die BUGA 2015 das Fernziel zur Aufstellung des Signalmastes.  Schnell gab es zahlreiche Befürworter doch zunächst noch keine schlagkräftige Mannschaft.  Richtig los ging es 2013, als sich ein Netzwerk bildete, das sich regelmäßig zu Sitzungen traf und schließlich Nägel mit Köpfen machte.
Die BRAWAG (Brandenburger Wasser- und Abwasser GmbH, http://www.brawag.de/) gab ihre Zustimmung zur Installierung des stählernen Telegraphenmastes mit hölzernen Flügeln (Indikatoren) auf ihrem Hochbehälter unweit der ursprünglichen Telegraphenstation Nr. 7 und sie fungiert auch als Bauherr.  Verschiedene Firmen stellten die Einzelteile her, die die Metallbau Windeck GmbH (www.metallbau-windeck.de) dann vormontierte und die schließlich auch die Signalanlage aufstellte.

Weiterhin gehören zu dem großen Unterstützerkreis die Heidelberger Druckmaschinen (https://www.heidelberg.com/global/de/index.jsp), die Zahnradfabrik Brandenburg, die Verzinkerei Kirchmöser zinq (http://www.zinq.com/standorte/kirchmoeser/), die Argentur für Gestaltung „colorful“ (http://www.colorful-art.de), die Metallbaufirmen Windeck, Gartensleben (http://www.metallbau-gartensleben.de/) und Heienbrock (http://www.metallbau.com/brandenburg-an-der-havel/ronald-heienbrock-1751528.html), die SPEMA (Spezialmaschinenbau und Ausbildungs GmbH, http://www.spema-brandenburg.de/), die Lebenshilfe Brandenburg (http://www.lebenshilfe-brb.de/), die BMK (Brandenburger Montage und Kranservice GmbH, http://www.bmk-kran.de/), das Architekturbüro Fleege & Oeser (http://www.fleege-oeser.de/, http://ak-brandenburg.de/arch/fleege-heidrun), die Ingenieurbüros Köber-Plan (http://www.koeber-plan.de/team.phtml) und Dr. Zauft (www.drzauft.de/), Prof. Bernhard Hoier und die höchst engagierten Studenten Ralf Barz und Stefan Kleinert von der Fachhochschule Brandenburg (https://www.fh-brandenburg.de), Dr. Klaus-Peter Tiemann von RFT (http://www.rftkabel.de/), die Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann und nicht zuletzt die unermüdliche Antreiberin Petra Neiling.

 

4.5 Die Einweihung der Signalanlage am 7. August 2015


Höchstkarätig wurde die Signalanlage eingeweiht.  Das gab es so noch nicht an diesem „wahrscheinlich längsten Denkmal
von Deutschland“ (Bernhard Lötfering, 28.09.2014).
  Städtisches Geld floss nicht: Stattdessen engagierte sich ein gutes
Dutzend Personen und Firmen mit Geist und Geld für dieses nachhaltige Projekt!


Bei prächtigem Sommerwetter dankten gemeinsam und bei bester Stimmung der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke (SPD), und die Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel, Dr. Dietlind Tiemann (CDU), den Akteuren sehr herzlich für ihr kraftvolles Gemeinschaftswerk.  Die BUGA 2015 machte es möglich.  Prof. Dr.-Ing. Bernhard Hoier von der Fachhochschule Brandenburg sprach sachgerecht-schmissig zur optischen Telegraphie in Preußen und die unermüdliche „Antreiberin“ des Projekts, Petra Neiling, dankte frohgelaunt allen Akteuren (Bilder).

Gruppenfoto: Dirk Michler (Lebenshilfe BRB), Torsten Wambach (OT11), Gerd Kraschina (Lebenshilfe BRB), Guido Raddatz (colorful BRB), Reiner Schmidt (Heidelberger Druckmaschinen BRB), Dietlind Tiemann (OB BRB), Bernhard Hoier (FHS BRB), Stefan Kleinert (verdeckt, FHS BRB), Ralf Barz (FHS BRB), Manfred Menning (OT04), NN (XX BRB), Uwe Müller (BRAWAG BRB), Dietmar Woidke (MP BB), Klaus Windeck (Metallbau Windeck BRB), Petra Neiling (OT07), Klaus-Peter Tiemann (verdeckt, RFT BRB), Dagmar Leistner (OT07) (Foto: Birgit Blumhagel OT11).

Gruppenfoto: Gruppenfoto: Dirk Michler (Lebenshilfe BRB), Torsten Wambach (OT11), Gerd Kraschina (Lebenshilfe BRB), Guido Raddatz (colorful BRB), Reiner Schmidt (Heidelberger Druckmaschinen BRB), Dietlind Tiemann (OB BRB), Bernhard Hoier (FHS BRB), Stefan Kleinert (verdeckt, FHS BRB), Ralf Barz (FHS BRB), Manfred Menning (OT04), NN (XX BRB), Uwe Müller (BRAWAG BRB), Dietmar Woidke (MP BB), Klaus Windeck (Metallbau Windeck BRB), Petra Neiling (OT07), Klaus-Peter Tiemann (verdeckt, RFT BRB), Dagmar Leistner (OT07) (Foto: Birgit Blumhagel OT11).
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Gruppenfoto: Dirk Michler (Lebenshilfe BRB), Torsten Wambach (OT11), Gerd Kraschina (Lebenshilfe BRB), Guido Raddatz (colorful BRB), Reiner Schmidt (Heidelberger Druckmaschinen BRB), Dietlind Tiemann (OB BRB), Bernhard Hoier (FHS BRB), Stefan Kleinert (verdeckt, FHS BRB), Ralf Barz (FHS BRB), Manfred Menning (OT04), NN (XX BRB), Uwe Müller (BRAWAG BRB), Dietmar Woidke (MP BB), Klaus Windeck (Metallbau Windeck BRB), Petra Neiling (OT07), Klaus-Peter Tiemann (verdeckt, RFT BRB), Dagmar Leistner (OT07) (Foto: Birgit Blumhagel OT11).

Der Telegraph im Spätherbst 2016 im Schmuck des Grüns der BUGA 2015 (Foto: D. Leistner).
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5. Umgebung

5.1 Geographie

Das Stadtgebiet von Brandenburg liegt naturräumlich in der ausgedehnten Brandenburger Havelniederung.  Der Marienberg (67,7 m über HN) durchragt die Havelniederung um gut 35 m.

5.2 Geologie

Die Havelniederung ist hier durch weitflächige, meist nur 1–3 m mächtige Flachmoorbildungen (Moorerde, Anmoor, Niedermoortorf) sowie Schmelzwasserbildungen der Urstromtäler (Talsande) charakterisiert.  Während die flachen Moorbildungen überwiegend in historischer Zeit entstanden und anthropogenen Ursprungs sind (Mühlenstaue), treten nicht selten lokal eng begrenzte Vorkommen von bis max. 15 m mächtigen holozänen Muddekörpern auf.  Am Aufbau des Marienberges sind überwiegend gestauchte Schmelzwassersande der Weichsel-Kaltzeit beteiligt (N. Hermsdorf).

Geologische Übersichtskarte von Deutschland 1:200 000

Geologische Übersichtskarte von Deutschland 1:200 000 Blatt Magdeburg 2000, © Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Hannover, mit den Stationen 10, 11 und 12 (Beschaffung: S. Wansa 04/2014, Montage: AH)

5.3 Geschichte, Kultur, Bildung, Sport, Sehenswürdigkeiten und Tourismus

Die heutige Dominsel mit der einstigen slawischen Burg (erstmals im 7. Jh. erbaut; keine sichtbaren Teile mehr vorhanden; fälschlich auch als „Brennabor“ bezeichnet; erst aus dem 10. Jh. sind Namen überliefert: 948 Brendanburg, 967 Brennaburg) ist der Ausgangspunkt für die Entstehung der Mark Brandenburg.  Als Geburtsstunde der Mark gilt das Jahr 1157, als Albrecht der Bär aus dem Geschlecht der Askanier (um 1100–1170, Familiensitz war Ballenstedt am Harz) die Burg eroberte.  Er nannte sich fortan Markgraf von Brandenburg.  Bald danach entwickelten sich zahlreiche Städte und mit den nachfolgenden Gebietserweiterungen durch die Askanier entstand die Mark Brandenburg.

Auf dem Marienberg befand sich in slawischer Zeit ein Triglaf-Heiligtum und von 1220 bis 1722 die Marienkirche, eine berühmte Wallfahrtskirche. Nach ihrem Abriss unter dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. war die Kuppe des Berges über ein Jahrhundert unbebaut.

1832 wurde „etwas unterhalb seiner Spitze“ (Heffter in Bodenschatz & Seifert 1992: 125) und „auf einem Platz links [östlich] vom Gipfel“ das Telegrafenhäuschen mit der Hausnummer 1 unter den Häusern „vor den Toren der Altstadt“ errichtet.  1861 erfolgte der Verkauf des Telegrafenhauses zum Abbruch.  Ab 1874 begann der Bau eines Kriegerdenkmals, das 1880 eingeweiht, 1945 durch Kriegseinwirkungen stark beschädigt und bald danach abgerissen wurde.  Unterhalb des Denkmals entstand 1908 die Bismarckwarte, aus der 1958 die Friedenswarte wurde.  Nach ihrem Abbruch 1974 entstand hier die neue Friedenswarte, die 2006 saniert wurde und die als Aussichtsturm genutzt wird (H. Köhler).

Archäologisches Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster, Stadtmuseum im Frey-Haus (Gemälde „Optischer Telegraf in Brandenburg“, Spielzeugausstellung, Stadtgeschichte),  Museum im Steintorturm (Schifffahrtsausstellung, Aussichtsturm mit Blick auf die Neustadt),  Dommuseum, Industriemuseum, Dom, Altstädtisches Rathaus, Roland, Gotthardtkirche, Katharinenkirche, Nikolaikirche, Stadtmauer und Türme (Steintortum, Mühlentorturm, Plauer Torturm, Rathenower Torturm) Brandenburger Theater, Fachhochschule, Regattastrecke Beetzsee.

Von der Friedenswarte auf dem Marienberg wunderbarer Blick auf die historische Altstadt mit der Gotthardtkirche (1140/47), dem Altstädtischen Rathaus (15. Jh., Sanierung 2007) und dem „Roland“ (1474) davor; Dom (1165) auf der Dominsel, dem Ursprung der Mark Brandenburg.

Umfassende Informationen bietet der Band Brandendenburg an der Havel und seine Umgebung der Reihe „Werte der deutschen Heimat“ 2006 (Böhlau).

Das Lied von „Fritze Bollmann“ (M: Volksweise,   Text: ?)
www.stg-brandenburg.de/wissenswertes-fritzebollmann.html

Der Bollmannbrunnen

1. In Brandenburg uff´n Beetzsee,
da steht een Fischerkahn,
und darin sitzt Fritze Bollmann
mit seinen Angelkram.

2. Fritze Bollmann wollte angeln,
da fiel die Angel rin.
Fritze Bollmann wollt´se langen,
doch da fiel er selber rin.

3. Fritze Bollmann schrie um Hilfe,
liebe Leute rettet mir,
denn ich bin ja Fritze Bollmann,
aus der Altstadt der Barbier.

4. Nur die Angel ward gerettet,
Fritze Bollmann, der versuff,
und seitdem jeht Fritze Bollmann
uff´n Beetzsee nicht mehr ruff.

5. Fritze Bollmann kam in´n Himmel:
„Lieber Petrus, lass mir durch,
denn ick bin ja Fritze Bollmann,
der Barbier aus Brandenburg.“

6. Und der Petrus ließ sich rühren.
Und sprach: „Bollmann komm man rin,
hier jibts och wat zu balbieren:
„Komm man her und seef mir in!“

7. Fritze Bollmann, der balbierte.
Petrus schrie: „Oh Schreck und Graus!
Tust mir schändlich massakrieren,
det hält ja keen Deibel aus!

8. Uff de große Himmelsleiter
kannste wieder runter jehn,
kratz man unten feste weiter,
ick lass mir ´nen Vollbart stehn!“

5.4 Die BUGA 2015

Am 18. April begann die Bundesgartenschau 2015 „Havelregion“ in den fünf Städten Brandenburg a. d. Havel, Premnitz, Rathenow, Rhinow-Stölln (alle Land Brandenburg) und Havelberg (Land Sachsen-Anhalt).  Die vielen liebevollen Details, die Blumen an und in alten Gemäuern, die Gewächse an und im Wasser und die herrlichen Weitblicke lohnen einen Besuch: Viel Spaß dabei!

Das BUGA Gelände auf dem westlichen Marienberg Ende März 2015 (Foto: D. Leistner)

Die BUGA auf dem westlichen Marienberg Ende März 2015 (Foto: D. Leistner)

5.5 Gewerbe und Produkte (Auswahl)

Heidelberger Druckmaschinen AG,  ZF Getriebe GmbH Werk Brandenburg,  B.E.S. Brandenburger Elektrostahlwerke GmbH,  Weichenwerk Brandenburg GmbH Kirchmöser.

Ehemals wurden vor allem produziert: Blech- und Linolspielzeug, Fahrräder, Motorräder, Autos, Getriebe, Traktoren, Schiffe, Stahl, Wolle, Tuche. (H. Köhler)

5.6 Gaststätten & Quartiere

6. Kontakte

  • Stadtmuseum Brandenburg im Frey-Haus, Ritterstr. 96, 14770 Brandenburg a. d. Havel, Dr. Hans-Georg Kohnke (Direktor, 03381 – 58 45 00/01), Heike Köhler (stellv. Direktorin, Tel. 033 81 – 58 45 02),heike.koehler@stadt-brandenburg.de,  Rita Weigelt-Koppe, Tel. 0 33 81 – 58 45 26.
  • Dagmar Leistner, Fouquéstr. 16, 14770 Brandenburg a. d. Havel, Tel. 033 81 – 71 10 50, dagelei@web.de
  • Petra Neiling, Badener Straße 15, 14770 Brandenburg a. d. Havel, Tel. 033 81 - 30 12 61, neiling@web.de
  • Prof. Dr. Ing. Bernhard Hoier, Fachhochschule Brandenburg, Magdeburger Str. 50, 14770 Brandenburg a. d. Havel, Tel, 033 81 - 35 55 04, bernhard.hoier@fh-brandenburg.de

7. Information

7.1 Internet

www.stadt-brandenburg.de

7.2 Schriften

  • Bodenschatz, H. & Seifert, C. (1992): Stadtbaukunst. Brandenburg an der Havel. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart: 373 S. Berlin (Transit-Buchverlag)
  • Bott (um 1840): Ölgemälde Optischer Telegraf auf dem Marienberg in Brandenburg a. d. Havel, Stadtmuseum im Frey-Haus, Brandenburg a. d. Havel.
  • BRAWO (2010): Optiker statt Telegraph. – BRAWO, 11.04.2010 (Brandenburg a. d. Havel).
  • Buchinger, M.-L. (1995): Stadt Brandenburg an der Havel: 316 S., Worms (Wernersche Verlagsgesellschaft).
  • Cante, M. (1994, 1995): Denkmale in Brandenburg. Stadt Brandenburg an der Havel. Bd. 1.1 und 1.2. Worms (Wernersche Verlagsgesellschaft)
  • Heinrich, G., Heß, K., Schich W. & Schößler, W. (Hrsg.) (1998): Stahl und Brennabor. Die Stadt Brandenburg im 19. und 20. Jahrhundert. – Verlag für Berlin-Brandenburg
  • Heß, K. (1992): Brandenburg so wie es war: 104 S., Düsseldorf (Droste).
  • Historischer Verein Brandenburg a. d. Havel (1994 ff.): Jahresberichte.
  • Köhler, H. & Kreschel, K. (2007): Vom Störrischen Esel zum Kletteraffen Tom. Blechspielzeug des Ernst Paul Lehmann Patentwerkes Brandenburg (Havel), 1881-1992. – Brandenburger Museumshefte, 6. Lappersdorf (Kerschensteiner Verlag)
  • Kreschel, K. & Köhler, H. (2005): Brandenburg an der Havel in alten Ansichten, Band 2. – Zaltbommel (Europäische Bibliothek).  [Band 1, 1995]
  • Lüders, M. & Wendler, K. (1992): Entdecken & Erinnern Brandenburg: 86 S., München und Berlin (Bucher).
  • Menning, M. (2016): Der „Mobilfunk“ im Land Brandenburg von 1832 bis 1849. Die königlich preußische optische Telegraphenlinie Berlin – Coeln – Coblenz und der Traum vom Telegraphenradweg. – Brandenburger Woche (BRAWO), 10.01.2016, 1 S., Brandenburg a. d. Havel. [pdf]

7.3 Video & TV

VHS/DVD
Stadtkanal Brandenburg (Hrsg.): Stadt Brandenburg an der Havel.  7 Filme zu Traditionen, Bauten, Kultur, Industriegeschichte, Festen, Wasser, Sport.

7.4 Presseartikel 2010-2015 und Vortrag 2010

Bereits seit mehreren Jahren wurde in Presseartikeln und öffentlichen Vorträgen auf die historische Bedeutung des Marienberges in Zusammenhang mit der Optischen Telegraphenlinie in Preußen hingewiesen. Aus Anlaß der BUGA 2015 wurde nun an dieser Stelle der Nachbau einer Signalanlage errichtet.

Die Rechte haben: (1) © BRAWO, 11.04.2010, (2, 3) © MAZ 14.04.2010, K. D. GROTE, (4) © FACHHOCHSCHULE BRANDENBURG 04/2010, (5) © BRAWAG 2014, (6) © MAZ 28./29.03.2015, ANDRÉ WIRSING, (7) © MAZ 01.04.2015, (8) © BRAWO 05.04.2015, (9) © PS 05.04.2015.

Dank für die Beschaffung an Dagmar Leistner, Bernhard Hoier und Roswitha Matthies.

linie
 
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8. Öffnungszeiten

Die Friedenswarte ist i. d. Regel von April bis Oktober Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Eintritt 3 €, ermäßigt 1 €.
Stadtmuseum im Frey-Haus (Ritterstraßen 96)
Dienstag – Freitag              9.00 bis 17.00 Uhr
Samstag – Sonntag            10.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Steintorturm (Steinstraße)

9. Zur Station Nr. 8

Luftlinie: 10,3 km; zur Station Nr. 6: 11,3 km (TBIII: Tab. 2)

Telegraphenradweg: ? km (H. Köhler)

Telegraphenstraße: ? km und 600 m Fußweg bis zum Aussichtsturm (MM)

Rad: Fuß des Marienbergs – leicht links – Bergstraße rechts – halblinks zur Neuendorfer Straße – Caasmannstraße – Ratsweg – Am Anger – Windmühlenweg (l) –Buhnenbrücke (über die Havel, Gaststätte) – Weg zum Breitlingsee – Richtung Malge auf dem Hochufer des Breitlingsees wunderschöner Blick – Malge (Gaststätte) – FKK-Strand – (nördl.) Bahnstrecke Berlin–Magdeburg – Gränert (NSG) – Gränerstraße (Kirchmöser Dorf) – Bahnbrücke – links 80 m – rechts 400 m Feldweg – rechts 180 m – OT-Station 8: Aussichtsturm mit Informationstafel.

PKW: B1 Plaue – links – Kirchmöser West – Kirchmöser Dorf queren bis Gränertstraße – Bahnbrücke – links 80 m – parken – rechts 400 m Feldweg – rechts 180 m – OT-Station 8: Aussichtsturm mit Informationstafel.

Von der Station 7 zur Station 8: Brandenburg a. d. Havel – Kirchmöser (Routenvorschlag: H. KÖHLER, Graphik: AH, © GeoBasis-DE/LBG 20_, GB – D 23/10, Datengrundlage: DTK 50 (2002), Dank an die Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (www.geobasis-bb.de) für die freundliche Unterstützung.

Druckfähige Auflösung (2000x1504), 2,96 MB