Nachrichtenübermittlung 1837 ff.
1. Die Elektromagnetische Telegrafie
„Die Nutzbarmachung von Elektrizität und Magnetismus für die Nachrichtenübermittlung setzte im frühen 19. Jh. ein. Voneinander unabhängig entwickelten der russische Baron Schilling von Cannstatt sowie die Göttinger Professoren Gauß und Weber einen ersten funktionsfähigen Nadeltelegrafen [Zeigertelegrafen]. Die Geräte beruhten auf dem elektromagnetischen Prinzip, wonach eine Magnetnadel unter Stromeinfluss abgelenkt wird. Anzahl und Richtung der Ablenkungen der Magnetnadel bildeten die Grundlage für einen bestimmten Zeichencode“ (Museum für Kommunikation Frankfurt a. M., Tafel 3.5 „Die elektrische Telegrafie in Deutschland. Werner von Siemens und der Zeigertelegraf“, 2008).
01.10.1847: Gründung der „Telegrafen-Bau-Anstalt Siemens & Halske“ in Berlin (Museum für Kommunikation Berlin, Faltblatt 2010)
| 24.07.1848 Allerhöchste Kabinettsorder zum Bau elektromagnetischer Telegraphenlinien (Friedrich Wilhelm IV.) | Noch 1848 beginnt zwischen Berlin und Potsdam ein elektromagnetischer Telegraf zu arbeiten. |
1848 baute Siemens in preußischem Auftrag seine erste Telegrafenlinie zwischen Berlin und Frankfurt am Main, die 1949 in Betrieb genommen wurde“ (Museum für Kommunikation Frankfurt a. M., Tafel 3.5., 2008)
Juni 1849: Die Linie Berlin – Köln – Aachen wird fertig gestellt (Drogge 1983: 6)
Oktober 1849: „Preußen gibt den elektromechanischen Telegrafen für Privatpersonen frei“ (Museum für Kommunikation Frankfurt a. M., Tafel 3.8, 2008).
2. Drahtlose Telegrafie
Die Drahtlose Telegrafie beginnt in Potsdam! mit dem erfolgreichen Versuch des Funkverkehrs von der Heilandskirche in Sacrow zur Matrosenstation Kogsnaes (KA).
