Station 51: Köln St. Pantaleonkirche

1. Zuordnung

Wappen von Köln

2015 Nordrhein-Westfalen (NW), Stadt Köln (K), Stadtbezirk Innenstadt, Stadtteil Köln-Altstadt-Süd (Nr. 102) (de.wikipedia.org/wiki/Altstadt-Süd_(Köln))

1835 Königreich Preußen, Regierungsbezirk Cöln, Stadt Cöln, Stationsstelle Garnisonkirche (Herbarth 1978: 46)

2. Vormals

Garnisonkirche Coeln, Cöln

3. Adresse, Karte und Anfahrt

Anfahrt: Über die B55 in die südliche Altstadt von Köln.  Parken:
(1) Im Parkhaus Am Weidenbach 2–6, 50676 Köln oder
(2) Ampido Parkplatz, Waisenhausgasse 25, 50676 Köln oder
(3) in einer Straße nahe St. Pantaleon.

Lage: Die Station Nr. 51 liegt linksrheinisch: In der Altstadt-Süd westlich der Severinsbrücke und südlich der B55.

Adresse: Am Pantaleonsberg 2; 50676 Köln; Tel: 02 21 – 31 66 55, www.sankt-pantaleon.de

Koordinaten: 50°55'43,0" N,  06°56'52,1" O

Höhe: 52 m (Katasteramt Köln 2009)

Höhenprofil der Stationen: Ausschnitt aus dem Telegraphenbuch III: Abb. 5 (© MENNING et al. 2012)

Höhenprofil der Stationen: Ausschnitt aus dem Telegraphenbuch III: Abb. 5 (© MENNING et al. 2012)
Druckfähige Auflösung (2000x814), 751 KB

Relief mit der Station 51 (Foto: MM 04/2012, Graphik: AH 04/2014)

Relief mit der Station 51 (Foto: MM 04/2012, Graphik: AH 04/2014)
Druckfähige Auflösung (2000x1256), 1,73 MB

4. Station

4.1 Gebäude und Betriebszeit

Gebäude: „Die frühromanische St. Pantaleonkirche wurde ab 1618 barockisiert. … Die französische Besetzung Kölns 1794 brachte die Auflösung des Klosters mit sich.  Die Kirche wurde zunächst Pferdestall und in der Preußenzeit nach 1815 ev. Garnisonskirche. … Auf dem Mittelturm wurde 1833 der optische Telegraph Nr. 51 installiert“ (http://de.wikipedia.org/wiki/St._Pantaleon_(Köln), 10/2015) (Bilder).

Betriebszeit: 1833 bis 1852

4.2 Personal, Ereignis und Anekdote

Personal:
P. Fuchs 10.02.2010 nach Acta Personalia, Geheimes Staatsarchiv Berlin:
(1) Friedrich Ernst Karl Michaelis, Obertelegraphist 1832–1852, 1852 zum Postdienst
(2) Johann Wilhelm Friedrich Linder, Untertelegraphist 1833–1852, 1852 zum Postdienst
(3) Karl Lodderstä(e)t, Untertelegraphist 1836-1852, 1852 zum Postdienst
(4) Nottebohm, Telegraphendirektion 1852
(5) Krieger, Telegraphenbote, 1852 zur elektromagnetischen Telegrafie

DROPE 02/2010 nach WDR-Schulfunk 1957:
(6) August Leopold Giebel, Obertelegraphist, Leutnant a. D., ab 1836 Inspektions-Assistent in Koblenz, ab 1842 Telegraphen-Inspektor der Inspektion V in Iserlohn. Herbarth (1978: 114) hingegen nennt Giebel für das Jahr 1847 als Inspektor der Stationen 52 und 53 (also der Inspektion VI Köln und nicht der Inspektion V Iserlohn, MM 31.10.2015).

Ereignis: -

Anekdote:

4.3 Eigentümer, Baugeschichte, Nutzung und Beschilderung

Eigentümer: Kath. Kirchengemeinde St. Pantaleon (www.sankt-pantaleon.de/, 10/2015).

Baugeschichte und Nutzung: „Das Westwerk wurde 1890-92 romanisch restauriert.  Finanziert wurde die Restaurierung durch das preußische Kriegsministerium, da St. Pantaleon als Garnisonskirche Eigentum der Armee war. … 1922 tauschte die ev. Gemeinde St. Pantaleon beim preußischen Staat gegen die wenige hundert Meter entfernte Kartäuserkirche mit ihren Klostergebäuden ein.  St. Pantaleon wurde danach katholische Pfarrkirche.
Im Zweiten Weltkrieg wurden das Dach, Teile der Außenmauern und ein Großteil der Inneneinrichtung zerstört. … Teile, wie zum Beispiel die Schreine, der Hochaltar und der Lettner wurden vorher geschützt oder ausgelagert.  Der Wiederaufbau versuchte die romanische Architektur weitgehend wiederherzustellen. … Das Deckengewölbe wurde wieder durch eine Flachdecke ersetzt. … In der linken Seitenapsis wurde eine Heiligenkapelle für den Hl. Josefmaria, Gründer des Opus Dei, eingerichtet, die 2006 vom Kölner Erzbischof Kardinal Meisner eingeweiht wurde.  Die Pfarrei wird durch Priester der Personalprälatur Opus Dei geleitet.
Im Kranz der zwölf großen romanischen Kirchen Kölns ist St. Pantaleon nicht nur die älteste, sondern auch diejenige mit der reichsten Innenausstattung aus Vorkriegszeiten“ (http://de.wikipedia.org/wiki/St._Pantaleon_(Köln), 10/2015).
„Im Unterschutzstellungstext für St. Pantaleon findet der optische Telegraph keine Erwähnung“ (Statdtkonservator Köln, V. Brixius, schriftl. Mitt. 22.01.2008).

Beschilderung: ohne (PF 2007)

5. Umgebung

5.1 Geographie

Köln am Rhein liegt im Niederrheinischen Tiefland / in der Niederrheinischen Bucht und großenteils nur gut 50 m über NN (siehe Höhenprofil der Stationen).  Mit über 1 Million Einwohnern ist Köln die bevölkerungsreichste Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen und die viertgrößte Stadt Deutschlands nach Berlin, Hamburg und München.

5.2 Geologie

Im Profil liegen übereinander:

  • 2 m Hochflutlehm (Späte Wechselkaltzeit: ca. 15 000 bis 11 000 Jahre) auf
  • 30 m Niederterrasse (abgelagert zwischen XX 000 und XX 000 Jahren) auf
  • Köln-Schichten (Tertiär, Spätes Oligozän, ca. 25 Millionen Jahre alt)

(Matthias Piecha, Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen Krefeld, 02/2010).

5.3 Kölner Dom, Stadtansichten und -geschichte

Der Kölner Dom ist das bedeutendste katholische Kirchenbauwerk Deutschlands (evangelisches Pendant ist der Berliner Dom, der den Kölner in der Höhe nicht erreicht, aber im Volumen übertrifft; siehe Station 1: Punkt 5.3 in Vorber.)

Stadtansichten: www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/20291

Kurze Stadtgeschichte: http://www.museenkoeln.de/koelnisches-stadtmuseum/

5.4 Gewerbe, Produkte und Erfindungen

Auswahl aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Produzierendes_Unternehmen_%28K%C3%B6ln%29:

  • Kölnisch Wasser: (1) Eau de Cologne und (2) Original Eau de Cologne (http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lnisch_Wasser/)
  • Klosterfrau Melissengeist ist das bekannteste Produkt der Klosterfrau Deutschland GmbH mit Sitz in Köln.
  • Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller mit Sitz in Köln und eine Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Ford Motor Company.
  • Der Otto-Motor wurde in Köln erfunden.
  • Die Rheinland Raffinerie ist die größte in Deutschland.  Sie besteht aus zwei Kölner Werksteilen und wird von der Shell Deutschland Oil GmbH betrieben.

Kölsch ist ein helles, blankes (gefiltertes) und obergäriges Vollbier mit einem Alkoholgehalt von durchschnittlich 4,8 %.
Die drei Marken

  1. Reissdorf (ca. 638.000 Hektoliter im Jahr)
  2. Gaffel (ca. 460.000 Hektoliter)
  3. Früh (ca. 400.000 Hektoliter)

teilen sich zusammen etwa 60 % des Kölschmarktes (https://de.wikipedia.org/wiki/Kölsch_(Bier), 01/2015).

 

Kölschgalerie (http://www.koelschfuehrer.de/, 23.07.2015)

Kölschgalerie (http://www.koelschfuehrer.de/, 23.07.2015)

5.5 Gaststätten und Quartiere

6. Kontakte

7. Information

7.1 Internet

www.stadt-koeln.de

http://www.sankt-pantaleon.de/1344.0.html (10/2015) [1835: Errichtung eines optischen Telegraphen auf dem Mittelturm des Westwerks. Station Nr. 51 der optischen Telegraphenlinie Berlin–Koblenz (bis 1852)],  statt 1835 lies 1833 (MM).

7.2 Schriften

Clemen, P. (1929): Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln. – 7, 2. Abt.: S. 63; Düsseldorf. Information: Historisches Archiv der Stadt Köln, T. Deres 14.01.2008

Fußbroich, H. (1984): St. Pantaleon. – In: Die romanischen Kirchen. Von den Anfängen bis zum Zweiten Weltkrieg. – Stadtspuren, 1: S. 466; Köln. Information: Historisches Archiv der Stadt Köln, Thomas Deres 14.01.2008

Meynen, H. (1983/84): 25 Jahre Denkmalpflege im rechtsrheinischen Köln. – In: Rechtsrheinisches Köln. Jahrbuch für Geschichte und Landeskunde, 9/10: 85–102; Köln.

8. Öffnungszeiten

www.sankt-pantaleon.de/

9. Zur Station Nr. 52

Luftlinie: 9,7 km (TBIII: Tab. 2) (zur Station Nr. 50 sind es 5,2 km)

Fahrrad: XX km (B. Szilagyi)

Auto: XX km; vorläufiger Vorschlag 10/2015 aus der fernen Mark Brandenburg mit Hilfe von Google Earth: (1) Von der Umgebung von St. Pantaleon, (2) auf die B55, (3) über die Severinsbrücke (https://de.wikipedia.org/wiki/Severinsbrücke), (4) sofort von der Brücke rechts abfahren auf „Im Hasenthal“, (5) nach links auf die Siegburger Straße (L82), (6) geradeaus auf der Kölner Straße bis Porz, (7) durch Porz und Zündorf auf der „Hauptstraße“, (8) geradeaus noch 300 m zum Loorweg 155, der Station Nr. 52 (MM).

Blick von der Severinsbrücke (B55) nach Süden: die Poller Wiesen, die Südbrücke (Eisenbahn) und drei vorkragende Hochhäuser über die Straße „Im Zollhafen“ (Foto: B. Szilagyi 08/2015)

Blick von der Severinsbrücke (B55) nach Süden: die Poller Wiesen, die Südbrücke (Eisenbahn) und
drei vorkragende Hochhäuser über die Straße „Im Zollhafen“ (Foto: B. Szilagyi 08/2015)