Station 5: Glindow Fuchsberg/Telegraphenberg

1. Zuordnung

2007 Land Brandenburg (BB), Kreis Potsdam-Mittelmark (PM), seit 2002 Gemeinde Werder Ortsteil Glindow: www.glindow.net

1832–1849 Königreich Preußen, Regierungsbezirk Potsdam, Kreis Zauch-Belzig (Kabinettsorder F.-Wilhelm III. 1815); Ortsbereich Glindow, Stationsstelle Fuchsberg (Herbarth 1978: 46/47)

2. Namen:

Telegrafenberg (Herbarth 1978: 64), Telegraphenberg

3. Lage, Koordinaten, Höhe und Anfahrt

 

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Höhenprofil der Stationen 1 bis 13: Ausschnitt aus dem Telegraphenbuch III: Abb. 5 (© MENNING et al. 2012)

Höhenprofil der Stationen 1 bis 13: Ausschnitt aus dem Telegraphenbuch III: Abb. 5 (© MENNING et al. 2012)
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Urmesstischblatt von 1839

Lage: In den Obstplantagen südwestlich Glindows am „Panoramaweg Werderobst“

Koordinaten: 52°22'00" N, 12°53'08" O, früher Funde von Gebäuderesten (Heimatverein Glindow e.V. über F. Häberer), heute Ziegelreste bei Erdarbeiten

Höhe: 69 m

Anfahrt: mit Rad und PKW von Potsdam siehe auch Seite 5 Kapitel 7: Karte

Anfahrt: mit dem PKW und Rad von der B1: Im westlichen Teil von Glindow am „Grünen Baum“ nach Süden abbiegen in die Gartenstraße: Wegweiser „Panoramaweg Werderobst“ (Bild): von hier noch 1100 m (Bilder). PKW abstellen am Schild „Gesperrt für Fahrzeuge aller Art“: noch 500 m gehen, wobei der OT schon gut zu sehen ist.

4. Station

4.1 Grundstück, Gebäude und Baumeister

Grundstück:

Häuschen nach englischem Vorbild mit Beobachter- und Wohnzimmer (4,4 x 5 m) und Kammer (2,2 x 5 m), 2,8 m hoch, die Fenster können durch Läden verschlossen werden, hölzerner Anbau – vermutlich Stall und Abtritt; Garten.  Über dem Beobachtungszimmer auf dem Dach eine umgitterte Plattform.  Die Station ist zum Übernachten geeignet.  Der Turm muss noch vor 1835 wegen des Flimmerns der Luft nachträglich erhöht werden (Herbarth 1978: 64).

Baumeister: Major von Hessenthal, Commandeur, und Premier-Leutnant Buchard von der Garde-Pionier-Abteilung (Herbarth 1978: 63)#

Betriebszeit: 1832 bis 1849
Nahe der nicht exakt lokalisierten Station hat die Verwaltung des Landkreises Potsdam-Mittelmark (PM) 2007 eine Sitzbank aufstellen lassen, ein Hinweisschild soll kurzfristig angebracht werden.

4.2 Personal, Ereignisse, Anekdoten und Verkauf

Personal:

Ereignisse:

Anekdote:

Verkauf:

4.3 Heutige Nutzung Eigentümer und Beschilderung

Nutzung: Grünanlage

Eigentümer: Stadt Werder

Beschilderung: Am Ort der Station hat die Verwaltung des Landkreises Potsdam-Mittelmark (PM) 2007 eine Sitzbank aufstellen lassen, seit Oktober 2008 informiert eine Informationstafel über die optische Telegrafie (Bild).

Attrappe: Der Nachbau einer Signalanlage mit festen Flügeln wurde am 23. April 2010 aufgerichtet (Bilder). Bereits zum 161. Baumblütenfest vom 24.04. bis 02.05.2010 herrschte an der Station sehr reges Leben (Bilder) Die Einweihung der Attrappe erfolgte am 8. Mai 2010.

5. Umgebung

5.1 Geographie und Rundblick

Der Fuchsberg befindet sich am Nordostrand des sog. Glindower Plateaus, einer Grundmoränenplatte, deren heutiges Erscheinungsbild das Ergebnis der letzten Vereisung, der Weichsel-Kaltzeit, ist.  Mit 68,8 m über NN überragt er die ihm nordöstlich vorgelagerte Niederung mit Plessower und Glindower See um gut 35 m (N. Hermsdorf).

Auf Grund der periglaziäre Zerschneidung weist der Nordrand der Glindower Platte zwischen Dellen und Tälchen weithin sichtbare Erhebungen auf, wie Mühlen-, Streben- 70,2 m ü M., Karfunkel- 71,5 m ü M und Fuchsberg 70,1 m ü M.
Der Fuchsberg streicht stauchungsbedingt NW–SE: Tälchen trennen ihn von Karfunkel und Strebenberg, eine weitere 6–10 m tiefe Delle schneidet ihn von der Plattenebene im Süden ab. Daher nimmt der Fuchsberg eine hervorragende Sichtposition ein, wodurch er sich als optischer Telegraphenstandort anbot. Diesen Reliefwechsel erlebt man eindrucksvoll auf dem über den Fuchsberg führenden „Panoramaweg Werderobst“, der am 3. Oktober 2008 eingeweiht wurde. Er verläuft über 14,5 km von Petzow über Glindow nach Derwitz zum Lilienthaldenkmal und kreuzt dabei Tälchen, Dellen und Berge (R. Weiße, schriftl. Mitt. 2010).

Vom Plattennordhang fließen auch heute Wasser und Luft ab; die Bodenerosion kann bedeutend sein. Kaltluftseen bilden sich bei entsprechenden Wetterlagen im Unterhangbereich und in der Niederung, dabei kann die Baumblüte erfrieren. Hohe Areale sind windexponiert und bodentrocken, daher erhielt die Fuchsbergkuppe zu DDR-Zeit eine etwa 50–70 cm mächtige Lehmdecke. Den steilen Fuchsberg-Nordhang in Anlehnung an Mosel-Weinberge zu terrassieren, wurde wegen zu erwartender Hanginstabilität und Rutschungen in den nordeinfallenden Schichten nicht realisiert (R. Weiße, schriftl. Mitt. 2010).

Rundblick

Norden: Steiler, erosionsgefährdeter Sandhang, davor in 40 m NN ebene Grundmoräne, weiter flacher Niedertausand- bzw. Kamesrücken; im Mittelgrund Großer Plessower See; im Hintergrund hoher Stauchmoränenrücken von Werder.

Osten: Strebenberg mit saalezeitlichen Bändertonen (sanierte Deponie in Abbaugrube), Ort Glindow in Niederung, nach Südosten Glindower Alpen, ebenfalls alte Tonabbauschluchten.

Süden: Tälchen, Werder Frucht GmbH, dahinter Grundmoränenplatte mit Obstplantagen.

Nordwesten: Weichseleiszeitliche Schmelzwasserniederung der Havel in 32 m NN, durchsetzt von meist nassen Auen mit An- und Niedermooren, teils überbaut; im Hintergrund bewaldete Stauchendmoräne von Phöben.

5.2 Geologie

Der Fuchsberg wird aus Weichsel-kaltzeitlichen Schmelzwassersanden aufgebaut, am südlichen Hang tritt Saale-kaltzeitliche Grundmoräne zutage.  Im Untergrund befinden sich gestauchte (gefaltete) Saale-kaltzeitliche Bänderschluffe und -tone, die östlich des Fuchsberges Jahrhunderte lang bergmännisch abgegraben wurden und Grundlage einer blühenden Ziegeleiindustrie waren (N. Hermsdorf)

Der Nordrand der Glindower Platte besteht aus Sanden, Kiesen, Bändertonen und Geschiebemergeln, die von vorstoßenden Gletschern intensiv gestaucht und weichselzeitlich mit einer dünnen Tilldecke überzogen wurden. Periglaziäre Abtragungsprozesse überprägten das von Gletschern und Schmelzwässern erzeugte Relief. Dabei wurde die Tilldecke reduziert und der 1 km lange, zur Havelniederung (10–25°) geneigte Hang periglaziär zerschnitten (R. Weiße, schrift. Mitt. 2010).

5.3 Geschichte, Kultur, Sehenswürdigkeiten und Tourismus

Markenzeichen von Glindow sind die gelb brennenden Glindower Ziegel, die Ziegelei mit Museum an den Glindower Alpen, die Obstplantagen sowie im Juni das Kirsch- und Ziegelfest.

Markenzeichen von Werder a. d. Havel ist das Baumblütenfest.  Die 10-tägige Veranstaltung incl. von zwei Wochenenden und dem 1. Mai lockt Hunderttausende an; 2006 feierten 500 000 Menschen das 127 Baumblütenfest.  Beliebt, aber zuweilen auch gefährlich, ist der Obstwein aus Kirschen, Birnen, Äpfeln, Johannisbeeren, Erdbeeren u. a., der „Werderaner Bretterknaller“.

Wein bauen die Zisterzienser-Mönche aus dem Kloster Lehnin in Werder bereits im Mittelalter wegen des für die Mark Brandenburg milden Mikroklimas inmitten großer Seen.

5.4 Gewerbe und Produkte

Ziegelsteine werden heute in Glindow vorwiegend für die Rekonstruktion historischer Gebäude produziert, aber auch „Spendenziegel“ für den Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam, die zum 500. Jahrestag der Reformation am 31.10.2017 wieder hergestellt sein soll.

Überregional bekannte Gärtnereiprodukte aus Werder sind Kirschen, Erdbeeren und Tomaten sowie daraus hergestellte Säfte und Konzentrate, z.B. erstklassiger Werder-Tomatenketchup.

Seit den 1980er Jahren gedeiht auf dem Wachtelberg in Werder wieder Wein, derzeit auf 6,7 ha.  Es ist das nördlichste zertifizierte Weinanbaugebiet Deutschlands; gekeltert wird der Wein in Freyburg a. d. Unstrut (Sachsen-Anhalt).  Die Nachfrage nach dem „Wachtelberg“ übersteigt die Produktion.

5.5 Gaststätten & Quartiere

Zum Grünen Baum, ab11.00, Mo Ruhetag, gut-bürgerlich, Radeberger, Chausseestr. 92, 14542 Glindow, an der B1 800 m nördlich der Station Nr. 5, Christine Beelitz, Tel. 033 27–4 27 96

Gästehaus obstkultour: Gästehaus & Seminare, Christian Eckhoff & Claudia Fehrenberg, Luise-Jahn-Straße 16, 14542 Werder / Havel, OT Glindow, Tel 033 27 – 57 31 37, Mobil 01 78 – 197 96 65, Fax 033 27 – 57 31 38, www.obstkultour.de, Öffnungszeiten Rezeption: täglich 16–18 Uhr und nach Absprache

Wachtelberg: Weinausschank ab Ostern an den Wochenenden mit wunderschönem Panoramablick zu den OT-Stationen 5 und 4: von der B1 („Original Thüringer Bratwürste“) nach Norden in die Moosfennstraße – rechts in die Straße Wachtelwinkel – 250 m Fußweg auf den Top des Wachtelberges (oder mit dem Rad bzw. PKW) zur Weintiene.

6. Kontakte

6.1 Heimatverein Glindow e.V., Vera Neumann, Vorsitzende Ortschronistin, Scheunhornweg 49, 14542 Werder, OT Glindow, Tel. 0 33 27–4 01 97,  01 62–9 47 13 72

6.2 Heimatverein Glindow e.V., Herr Friedel Häberer, 14542 Werder, OT Glindow, Am Seeblick 4, 033 27–400 16

6.3 Stadtverwaltung, Wirtschaftsförderung, Frau Elke Willberg,  Tel. 0 33 27–78 33 41,  e.willberg@werder-havel.de (PF)

6.4 LA Flurneugestaltung, Frau Stein, Thälmannstr. 11, 14656 Brieselang,  Tel. 033 23–3 01 15 (PF)

7. Information

7.1 Internet

7.2 Schriften / Video / etc.

8. Öffnungszeiten

frei zugänglich

9. Zur Station Nr. 6

Luftlinie: 12,3 km (PS)

Telegraphenradweg: ? km (MM)

Telegraphenstraße: ? km und ? m Fußweg (MM)

6.2.3
Von der Station 5 zur Station 6: Glindow – Schenkenberg (Routenvorschlag: MM, Graphik: AH, © GeoBasis-DE/LBG 20_, GB – D 23/10, Datengrundlage: DTK 50 (2002), Dank an die Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (www.geobasis-bb.de) für die freundliche Unterstützung. (Hohe Auflösung)

Zur Nachbarstation Nr. 6 in Schenkenberg geht es auf dem bisher viel zu wenig genutzten und nur teilweise ausgeschilderten Panoramaweg Werderobst durch kilometerweite Obstplantagen. Zunächst führt der mit Flüsterasphalt ausgestattete Weg durch recht welliges Gelände, wobei er mehrfach abknickt. Der zunehmend geradliniger und flacher werdende Weg quert nach ~3 km die Straße von Plötzin zur B1. Nach weiteren 1,5 km endet der „Flüsterasphalt“ (Mai 2008).
Rechts abknickend geht es über einen bei Trockenheit gut befahrbaren Feldweg, der den Berliner Autobahnring (A10) überquert, nochmals 1,5 km bis zur B1, die von Häusern gesäumt wird. Die B1 queren und nach knapp 200 m halbrechts auf die geteerte Straße zum Dorfkern von Derwitz schwenken bis zu einem kleinen Kreisverkehr. Links von ihm steht die Dorfkirche, geradeaus das Lilienthal-Gedenkhaus und rechts der „Vierlindenhof“.

„Die Derwitzer Dorfkirche ist eine alte Wehrkirche, deren ältester Teil der Ostgiebel ist und aus der Zeit der Lehniner Mönche stammt. Der mittelalterliche Bau aus behauenen Feldsteinen [örtlich Ziegeln im Klosterformat] mit seinem reich gegliederten Blendgiebel (um 1500) hatte ursprünglich keinen Turm. Zum Inventar der Kirche gehören: Glocke von 1476, Wetterfahne von 1596, Taufschüssel aus Messing aus dem 16. Jh. sowie weitere Stücke aus dem 18. und 19. Jh. (Otto-Lilienthal-Zeitung 1991: Dokumentation. Sonderausgabe – 100 Jahre Menschenflug + 620 Jahre Derwitz; Lilienthal-Gedenkhaus).

Die Derwitzer Vierlindenhof GmbH hält Freilandgänse, bietet Ferienzimmer und betreibt Obst- & Gemüseanbau sowie einen kleinen Hofladen in historischem Gemäuer: Mo.–So. 9.00–18.00 und ein Hofcafé: Sa./So. ab 12.00. Adresse und Auskunft: Derwitzer Dorfstr. 18, 14542 Werder, Tel./Fax 03 32 07 – 3 24 43, Funk 01 73 – 6 48 75 80.

Kenner und Initiator des Lilienthalgedenkhauses Derwitz ist Christian Hübner, der einer alteingesessenen Familie entstammt.. Durch das sehenswerte Museum Am Derwitzer Dorfplatz führt nach Voranmeldung Gerd-Otto Schönfeld, Tel. 03 32 07 – 5 04 49 / 70 2 67, www.potsdam-mittelmark.de.

Derwitz wird 1371 erstmals urkundlich erwähnt, als es von der Familie von Lindow an das Kloster Lehnin verkauft wird. Bis 1859 gehört es zum Amt Lehnin. Bis 1783 ausschließlich Fachwerkbauten mit Lehm. 1803 33 Feuerstellen mit 189 Menschen. 1846 Eröffnung der Bahnstrecke Potsdam – Magdeburg. Bis 1846 bespannte Postkutschen zwischen Potsdam und Brandenburg a. d. Havel. Umspannung und Futterpause ist die Gaststätte „Zum fliegenden Roß“, einem eingeschossigen Putzbau mit Krüppelwalmdach, über dessen Eingang sich noch das Wirtshausschild befindet. Damals gibt es an der heutigen B1 („Vitaminstraße B1“) nur noch ein weiteres Haus (Otto-Lilienthal-Zeitung 1991: Dokumentation. Sonderausgabe – 100 Jahre Menschenflug + 620 Jahre Derwitz; Lilienthal-Gedenkhaus).

Weiterfahrt nach NW auf dem neuen Fahrradweg der Krielower Straße. Am Schild Lilienthaldenkmal endet der Panoramaweg Werderobst: das Rad abstellen und ~250 m zu Fuß zum Denkmal auf den Windmühlenberg (50 m NN), einem westlichen Ausläufer des Spitzen Berges (höchster Punkt: 58,5 m NN), laufen.
Hier erreicht Otto von Lilienthal bei seinen Fluggleitversuchen die Rekordweite von 30 m; der Höhenunterschied zur Niederung beträgt insgesamt nur 20 m. Um 1904–06 wird der Spitzberg teilweise abgetragen zur Sandgewinnung für den Eisenbahnbau, so am Bahnhof Wildpark in Potsdam.

Der in Anklam in Vorpommern Geborene Flugpionier Otto Lilienthal (1848–1896) leistete Grundlegendes für die Entwicklung des Flugwesens.  1891/96 führte er mit nach eigenen Plänen gebauten Gleitflugzeugen viele erfolgreiche Flüge aus: die ersten unternahm er hier in Derwitz.  1893 setzte er sie weiter westlich am Rande des Rhinluchs auf dem 110 m hohen Gollenberg fort.  Dort in Stölln verunglückte er im Jahr 1896 und verstarb an den Folgen bald darauf in Berlin.
Tafel am Denkmal: „Lilienthal (1848–1896) gilt als erster Menschenflieger.  Ihm gelang, was Generationen von Menschen erträumt hatten, sich vom Windmühlenberg in Derwitz/Krielow durch einen Gleitflug von der Erde zu lösen.  Sein Gleitflugapparat war das Ergebnis 23-jähriger wissenschaftlicher Arbeit.  Anläßlich des 100. Jahrestages des ersten Menschenfluges wurde am 21. September 1991 dieses Denkmal, geschaffen durch den Bildhauer Raphael Wilfried Statt eingeweiht“.
Mehr zum Künstler: http://stift-heiligenkreuz.org/Kuenstler-und-Moench.168.0.html

Weiterer Weg: Krielower Straße – Bahnübergang – Krielow – in Groß Kreutz die Bahn queren – im Ortskern Groß Kreutz die B1 queren – alte Allee – die Straße von Groß Kreutz nach Lehnin queren – über Feldwege bis Schenkenberg – die ehemalige Station Nr. 6 liegt im verwilderten Zwickel Schenkenberger Straße und Straße.