Station 21: Hornburg Iberg

1. Zuordnung

2015 Bundesland Niedersachsen (NI), Kreis Wolfenbüttel (WF), Ortsteil Einheitsgemeinde Schladen-Werla (ab 11/2013); bis 10/2013 eigenständige Stadt

1835 Königreich Preußen, Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Magdeburg, Kreis Halberstadt, Ortsbereich Hornburg, Stationsstelle Iberg (Herbarth 1978: 46/47)

Die Bildergalerie zeigt die Veränderungen im Wappen Hornburgs. Bis zum 1. November 2013 war Hornburg eine eigenständige Stadt. Heute ist Hornburg ein Ortsteil der Gemeinde Schladen-Werla.

Die älteste Version des Wappens findet sich zur Zeit der ersten Erwähnung des Fleckens als Stadt, 1552, am Dammtor. Dort wird ein Horn, das “redende Symbol” für Hornburg, als Teil eines Schildes von Adam und Eva getragen. Alle folgenden Versionen zeigen dies Symbol, obgleich seine Ableitung, philologisch gesehen, unkorrekt ist: der Stadtname leitet sich von einer altdeutschen Bezeichnung für “Sumpf” ab, was auf die Lage des Ortes am “Großen Bruch” hinweist (http://cugelinge.de/Nachbarorte/html/body_nachbarorte_f-k.html).

Bei einer Stadtführung 2008 kam es zu einem ganz außergewöhnlichen “Kellerfund”. Im Schuppen einer bereits verstorbenen Bürgerin schlummerte ein wahrer Schatz. Ein 600 Jahre altes Stadtwappen wurde nur durch Zufall entdeckt (RegionalWolfenbüttel.DE, Regionalnachrichten aus Wolfenbüttel vom 23.08.2012).

2. Namen

Der Y Berg, alter Telegraph (Messtischblatt 1857/73)

3. Anfahrt, Adresse, Koordinaten, Lage, Höhe und Karten

Anfahrt: über die B82 nach Schladen in die Schladener Straße (westlich der Ilse), nach Norden in den „Hohlweg“ fahren: nach 100 m rechtsab in „Am Iberg“: nach 135 m linksab in die Schützenallee: noch 550 m bis zum Schützenhaus.

Adresse: Schützenhaus, Schützenallee 1, 38315 Hornburg

Koordinaten: 52°01'54,4" N,  10°35'45,6" O (Angelika Mielke, Heinz-Burghard Mielke & Sibylle Heise, Hornburg)

Lage: Der Keller der Station lag unter dem heutigen Fachwerkbau an der NW-Ecke des Gebäudeensembles Schützenallee 1 (=Fachwerkbau auf einem Bild weiter unten mit Heinz-Burghard Mielke und Telegraphen-Akteuren)

Höhe: 116 m (Wilfried Hahn, Liebenburg)

Größere Kartenansicht

Höhenprofil der Stationen: Ausschnitt aus dem Telegraphenbuch III: Abb. 5 (© MENNING et al. 2012)

Höhenprofil der Stationen: Ausschnitt aus dem Telegraphenbuch III: Abb. 5 (© MENNING et al. 2012)
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4. Station

4.1 Gebäude, Turmlage, Grundstück und Baumeister

Gebäude: "Der Thurm des hiesigen Telegraphen stand im Quadrat von 12 Fuß gebaut nach Süden, dicht an gebaut nach Norden zu war das ein Stock hohe Wohngebäude mit angehängtem Stallgebäude und war rund herum ein kleiner Garten, aus welchem die Akazie noch übrig geblieben ist, neben einigen Pflaumenbäumen" (S. Heise 14.10.2009 nach Recherche im Niedersächsischen Staataarchiv 37 Slg 169 Nr. 1979; Rubrum: Acta des Magistrats zu Hornburg. Aktenlaufzeit 1833 bis 1875, inliegend loses Blatt, undatiert, unterzeichnet von Gustav Brinckmann, Bürgermeister in Hornburg seit 1872; Randbemerkung: G. Brinckmann war bereits 1854 Stadtverordneter von Hornburg.)

Der von S. Heise 2009 transkribierte Text des „historischen“ Bildes (auch auf der standardisierten OT-Stationstafel; aus: Heise & Hübsch 2003) lautet:

„Telegraphen Gebäude wie solches 1833 auf dem Iberge gebaut ist:
a. der Thurm mit dem Mastbaum nebst den 6 Armen von welchem das Modell seiner Einrichtung auf dem Rathhause befindlich ist
b. das Wohnhaus
c. der Stall
d. rund herum ein Garten mit einer Hecke eingezäunt
Der kleine Keller unterm Wohnhause ist nach dem Abbruch des Ganzen stehen geblieben.

Das „historische Bild“ wirft einige Fragen auf, denn die Station (aus Heise & Hübsch 2003) fällt baulich völlig aus dem Rahmen im Vergleich zu allen anderen Stationen: (1) es ist kein Typenbau. (2) Die Relation zwischen Turm und Langhaus wirkt unnatürlich. (3) Die unteren Flügel der Signalanlage liegen unterhalb des Firstes des Langhauses. (4) Die Flügel stehen viel zu eng, sie sind ungleich lang und nicht 45° gestellt: so kann nicht telegraphiert worden sein. (5) der Garten ist ein Halbrund: alle anderen Stationsgärten sind (recht)eckig.

Das originale Gebäude ist auf der Urkarte von 1830 (1:2 500) und dem Messtischblatt von 1857 (1:25 000) gut zu sehen, allerdings ist der Turm nur bei extremer Vergößerung zu erkennen: er hat Südlage (Bild).  Die Längsachse der Station läuft nahezu N-S (≈ 355-175°).  Das Gebäude ist etwas schmaler als die Ilse, die gut 10 m breit ist.

Damit dürfte das abgebildete Gebäude eher nicht dem Bauzustand im Zeitraum 1833–1849 entsprechen.  Das „historische Bild“ ist möglicherweise eine Montage von zwei Bildern, (a) originaler Turm, b) jüngeres Gebäude des Schützenvereins sowie Vorstellungen des Zeichners bzw. der Zechnerin, vielleicht basierend auch auf mündlichen Informationen (MM 01/2011).

Das Dach des Turmes war mit Kupfer gedeckt (Heise 2009b)

Aquarell: „Aus dem Besitz von Siegmund Schwabe in Hornburg stammend.  Siegmund Schwabe war der letzte Mann der ehemal. Jüdischen Gemeinde in Hornburg und hat bis zu seinem Tod (ca. 1916) deren Besitz betreut.  Er war verwandt mit dem Juden Jacob Schwabe, der die Tochter des Obertelegraphisten Otto von Station 27, Caroline Wilhelmine Louise Otto, geheiratet hat.  Meines Erachtens nach ist es eher wahrscheinlich, dass auf dem Aquarell die Station 21 oder 27 dargestellt ist, nicht aber die Station Nr. 22“ (S. Heise 22.01.2011; vgl. Station Nr. 22).

Kommentar MM 29.01.2011: Die Station Nr. 27 kann es nicht sein.  Von diesem Gebäude, dass 1966 abgerissen worden ist, existiert ein Bild und eine bis heute erhaltenen Grundmauer ist aus Naturstein (Ferndiagnose MM: wohl Muschelkalk) (siehe diesen Internet-Auftritt Station 27).

Grundstück: unbewaldet, unbebaut

Baumeister: Ingenieur Hauptmann und Garnisonsbaudirektor Gottlieb Heinrich Ferdinand Heise (1788–1843) von der 2. Ingenieur-Inspektion und Premier-Leutnant Lindner von der dritten Pionierabteilung, beide vom IV. Armeekorps in Magdeburg (Herbarth 1978: 63)

Betriebszeit: 1833 bis 1849

4.2 Inspektionen, Personal, Anekdoten, Ereignis, Taxation, Verkauf, Abbruch und Neubau

Hornburg war Sitz der Oberinspektion I (für die Stationen 1–28) und Sitz der Inspektion II (für die Stationen 10–19): Berlin war also nicht Sitz der Oberinspektion I, wie weithin angenommen, sondern bestenfalls am Beginn der Telegraphenzeit!
- Ober-Telegraphen-Inspektor Crüsemann hatte seinen Dienstsitz spätestens ab 1839 in Hornburg, denn 1839 ist er im 1. Handbuch der preußischen Provinz Sachsen dort verzeichnet.  Weitere Anwesenheitsbelege für 1841 und 1843 finden sich bei Walters (1983).  Für einen Daueraufenthalt von Crüsemann in Hornburg spricht auch das Konfirmationsregister 1823–1913 des Kirchenbuches Hornburg im Landeskirchlichen Archiv.  Dort sind zwei Töchter verzeichnet: Marie 1843 und Louise 1846 (Sibylle Heise schriftl. Mitt. 28.06.2013).  Und 1848 führte Crüsemann die Bürgerwehr von Hornburg an (Heise 2009a).

Inspektionspersonal
- Telegraphen-Inspektor Carl Friedrich Neumann (Leutnant a. D.) (1834, 1835), dessen Dienstrang auch als Inspektor-Assistent (AS) angegeben wird.
- Telegraphen-Inspektor von Seehausen (Leutnant a. D.) (1836)
- Telegraphen-Inspektor Franz Rudolph Ewald von Massow (Leutnant a. D.) (1837, 1844)
- Telegraphen-Inspektor von Loeben (Hauptmann a. D.) (1842)
- Telegraphen-Inspektor Adler (1844)
- Telegraphen-Bote Friedrich August Baetge (1835)

Personal (S. Heise & Hübsch 2003: S. 57–58):
- Untertelegraphist Carl Leopold Christian von Zastrow (1835, 1836)
- Untertelegraphist Heinrich Ludwig Kirchbach (1837, 1853) (später auch OT 27 tätig); nach Hornburger Kirchenbuch getraut 1837, 1 Sohn (Information: Landeskirchliches Archiv Wolfenbüttel nach Anfrage Zabel über Hahn)
- Obertelegraphist Turowski (1837, 1844)
- Reservetelegraphist Ferdinand Eck (1837)
- Telegraphist Frohböse (1838, 1840, 1848) (auch OT 20)
- Telegraphist Carl Schacht (1840)
- Telegraphist Edling (oder Edeling) (1843) (auch OT 27)
- Telegraphist Dörge (1844)
- Telegraphist Ihlenburg (1847)
- Telegraphist Meyer (1848), Telegraphist Christoph Meyer (Ratsarchiv Hornburg, Archivalien Schützengesellschaft, Nr. 31, 20. Mai 1852; S. Heise 01.02.2014)
- Telegraphist Meier (1851)
- Obertelegraphist Neumann und Untertelegraphist Frohböse werden auch im Handbuch der Provinz Sachsen (1839) aufgeführt (Ritter 2010).

S. Heise (22.01.2011) nach Niedersächsisches Staatsarchiv Wolfenbüttel (NStAW), 37 Slg 169 Nr. 2261 d. i. Signatur, Akte befindet sich im Stadtarchiv Hornburg:
Verzeichnis über das an- und abgezogene Gesinde in der Gemeinde Hornburg:
- 12.01.1835 von Thiede angezogen; Name der Herrschaften, bei denen das Gesinde angezogen ist: Telegrapheninspektor Adler; Namen der Dienstleute Her(?). Frankenfeldt
- 04.08.1835 von Magdeburg angezogen, neue Herrschaft Telegrapheneninspektor Adler, Name Christiane Knigge
- 1. Juli 1835 Dienstherr Telegraphist v. Zastrow, Name Elisabeth Petz

Im Konfirmationsregister 1823–1913 des Kirchenbuches Hornburg sind die Kinder mehrerer Telegraphisten verzeichnet: (1) 1838 Gustav Froböse, (2) 1840 Heinr. Carl Gottlieb Froböse, (3) 1842 Marie Froböse, (4) 1843 Joh. Christ. Samuel Edling, (5) 1844 Louise Dörge, (6) 1847 Johanna Wilhelmina Louise Ihlenburg (Sibylle Heise schriftl. Mitt. 28.06.2013).

Anekdote I: Heirat 1846 von Mitgliedern verschiedener Konfessionen: Mitte des 19. Jh. lebten in Hornburg mehrere jüdische Familien.  Das Mitglied der jüdischen Gemeinde Jacob Schwabe heiratete 1846 Caroline Wilhelmine Louis Otto, die Tochter des Obertelegraphisten Otto, der auf der Telegraphenstation 27 Dienst tat.  Die dabei auftretenden Probleme, so der Übertritt von Caroline Wilhelmine Louis Otto vom christlichen zum jüdischen Glauben schildert Sibylle Heise anhand von Originalakten in: Das Band der Liebe wurde schließlich anerkannt.

Anekdote II: Hornburger Bürgerwehr 1848: „Im Frühjahr 1848 wurde auch Hornburg von revolutionären Bestrebungen erfasst.  Der Ruf nach nationaler Einigung, einer Verfassung, Gleichheit und Freiheit war auch hier zu hören.  Nach anfänglichen Zusagen des Königs [Friedrich Wilhelm IV.] an die Revolutionäre wurden ihre Forderungen bekämpft und unterdrückt.  Dabei spielten in Hornburg die Beamten des Telegrafen-Korps eine Rolle.

Im August berichtete der Magistrat dem Landrat über die aufgestellte Bürgerschutzwehr.  Sie bestand aus 400 Mann, von denen 110 mit Gewehren, die übrigen mit Piken bewaffnet waren.  Führer des Bataillons war der Obertelegraphen Inspector Hauptmann Crüsemann, zu dessen „Adjutanten der Inspectionsgehülfe Lieutnant Neumann erwählt“ worden war. … Leider geht aus der Akte nicht hervor, durch welche Leistungen sich die Hornburger Bürgerschutzwehr ausgezeichnet hat, „um dem Drachen der Revolution den Kopf zu zertreten“ – eine Formulierung des Königs Friedrich Wilhelm IV.  Wir wissen nur, dass sie sich der Verhütung von Felddiebstählen gewidmet hat. … Kaum hatte die Hornburger Bürgerwehr außer drei Tambouren und drei Hornisten auch eine geweihte Fahne, bekam sie auch noch Munition, die königliche Kommandantur der Festung Erfurt lieferte Anfang August 1848 scharfe Patronen, Platzpatronen und Zündhütchen.
Ob die notleidenden, hungernden Handwerker, Tagelöhner und Landarbeiter dann keine Felddiebstähle mehr verübt haben? (Heise 2009a: nach 37 Slg 169 Nr. 8).

Ereignis: Mit dem Aufgeben der Station verlor die Stadt [1849] die einzige Königliche Anstalt, mit welcher das Personal aus einem höheren Beamten und 5 Telegraphisten die Stadt verließen (S. Heise nach G. Brinckmann).

Taxation: Ein Dokument im Stadtarchiv Hornburg enthält den Taxwert des Gebäudes und seiner Ausstattung im Jahr 1850 (Sign. Acta 1979/11, Information: W. Hahn).

Verkauf: Die Stadt war Käuferin für 250 Reichstaler; sie gab später dasselbe in Erbpacht an die Schützengesellschaft, übernahm solches wieder, nachdem sich dasselbe für Jene als nicht ausreichend herausgestellt hatte und hat dasselbe bald nachher auf Abbruch verkauft.  Das Telegraphenhaus [hat] bis September 1868 auf dem Iberg gestanden.  Der Keller ist [beim Abbruch] stehen geblieben um der Schützengesellschaft, welcher zum Aufbau ihrer neuen Locale der Platz auf dem Iberge erbpachtweise überlassen worden, zur Benutzung ihres Pächters überlassen. (S. Heise 14.10.2009 nach G Brinckmann).

Verkauf im Jahre 1867 und Ankauf durch den Händler Hildebert Hoffmann [am 6. Nov. für 227 Thaler (S. Heise 22.01.2011)] mit dem Weiterverkauf des abgebrochenen Stationshauses und des Abbruchmaterials zwischen 1868 und 1873 nach auswärts in die Provinz Hannover. Es sind in Folge dessen wohl keine Teile des ehemaligen Telegrafenhauses in Hornburg geblieben“ (W. Hahn 4.5.2010 nach Akten des Stadtarchivs Hornburg).

Abbruch: Beim Verkauf der Station ist die pachtweise Nutzung des Kellers vereinbart worden mit der Option, das bei anderweitiger Verwendung als dem Lagern von Getränken, die Kellermauern abzubrechen sind und die Grube zu planieren ist.  Dem wurde später nach der Fertigstellung des neuen Schützenhauses durch Verfüllen und Planieren entsprochen, doch blieben die Grundmauern vertragswidrig stehen.  Beim Verlegen einer Wasserleitung ist die Schützengesellschaft vor ein paar Jahren auf sie gestoßen.  Der Grund und Boden blieb immer Eigentum der Stadt Hornburg (W. Hahn 4.5.2010 nach Akten des Stadtarchivs Hornburg).

S. Heise (22.01.2011: nach Stadtarchiv Hornburg, Aktennotiz vom 11.3.1875): im Sept 1868 Abbruch des Hauses und Verkauf in die Provinz Hannover.  Keller von der Schützengesellschaft käuflich erworben, Grund und Boden bleibt Eigentum des Verkäufers (Magistrat), ebenso die Berechtigung, dass „bei andersweiter Disposition der Keller abgebrochen und verschüttet werden muss.“

Neubau: Möglicherweise wurde das Material der Station Nr. 21 in dem Schulgebäude in Schladen-Wehre südwestlich der Station Nr. 22 verbaut: (1) wurde dieses Schulgebäude wohl aus Material einer Telegraphenstation errichtet und (2) liegt es im ehemaligen Königreich Hannover.  Das Schulgebäude in Schladen-Wehre sollte daraufhin untersucht werden, ob es aus Material eines ehemaligen Stationsgebäudes erbaut wurde (W. Hahn 4.5.2010).

4.3 Heutige Nutzung und Eigentümer

Nutzung: Die Station 21 ist heute Teil des Schützenhauses (Herbarth 1978: 110), doch ein Teil der Grundmauern ragt darüber hinaus und kann nördlich des Schützenhauses besichtigt werden (W. Hahn & S. Heise).  Den Keller der Station hat Familie Mielke, die heute im Schützenhaus die Iberg-Gaststätte mit Herberge betreibt, noch gekannt.  Familie Mielke erteilt gern Auskunft.

Als „Telegraphengaststätte Nr. 2“ ist die „Iberg-Gastätte“ eine von derzeit fünf Gaststätten in ehemaligen Telegraphenstationen.  Sie ist die einzige Station der Linie, in der Gäste übernachten können: die „Telegraphenherberge“ schlechthin!

Weitere Telegraphengaststätten sind in bzw. unmittelbar an den Stationen Nr. 7, 43, 45, 49 und 53.

Eigentümer: Angelika & Heinz-Burghard Mielke

4.4 Die Einweihung der Stationstafel 2009

Beschilderung: Die Gemeinde Schladen hat am Schützenhaus eine standardisierte Stationstafel aufgestellt und am 9. Oktober 2009 feierlich eingeweiht (Bilder).

4.5 Radtour 2010

Im April besuchten OT-Akteure und OT-Symphatisanten der Stationen 4 und 11 die Station 21 in Hornburg.  Sie übernachteten dort in der Iberg-Gaststätte.

5. Umgebung

5.1/2 Geographie und Geologie

Hornburg liegt (1) im Nördlichen Harzvorland (Liedtke 2003), (2) am westlichen Ende des Großen Bruches und (3) an der Ilse kurz vor ihrer Mündung in die Oker (MM).
Die Station steht auf einer < 10 m mächtigen quartären Decke, unter der Oberkreide lagert (Stefan Wansa 2010, schriftl. Mitt.).

Nordöstlich von Hornburg sind bei Seinstedt Gesteine der jüngsten Trias (jüngste Norium-Stufe, ca. 208 Mill. Jahre alt, in einem ehemaligen Steinbruch aufgeschlossen (s. Geologische Karte: Aufschluss 3).  Sie haben eine außerordentlich interessante Lebewelt geliefert.

Geologische Wanderkarte 1:100 000 Braunschweiger Land, 1984 (Geologie: LOOK, E.-R., JORDAN, H., KOLBE, H. & MEYER, K.-D.) (1984); Stadtverwaltung Königslutter, Am Markt 1, 38154 Königslutter.

Geologische Wanderkarte 1:100 000 Braunschweiger Land, 1984 (Geologie: LOOK, E.-R., JORDAN, H., KOLBE, H. & MEYER, K.-D.) (1984); Stadtverwaltung Königslutter, Am Markt 1, 38154 Königslutter.
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5.3 Geschichte, Kultur, Bildung, Sehenswürdigkeiten und Tourismus

Die kleine Fachwerkstadt Hornburg an der Ilse entstand vor rund 1000 Jahren unterhalb der Burg.  Mit knapp 3000 Einwohnern gilt sie als eine der schönsten Kleinstädte Norddeutschlands und stellt mit etwa 400 Fachwerkhäusern ein einzigartiges mittelalterliches Kleinod dar, welches sich seinen Besuchern wie ein großes Freilichtmuseum offenbart.  Die Bemühungen um die Erhaltung der alten Gebäude wurden 1978 belohnt, als Hornburg Bundessieger im Wettbewerb „Stadtgestaltung und Denkmalschutz im Städtebau“ wurde.  Seit 1988 steht die Altstadt Hornburgs in ihrer Gesamtheit unter Denkmalschutz“ (http://hornburg.schladen-werla.de/).

Das Prädikat "Staatlich anerkannter Erholungsort" erhielt Hornburg 2010 zum zweiten Mal nach 1991.

Kultur & Bildung: http://hornburg.schladen-werla.de/content/hornburg/kultur__bildung/sport_und_freizeit

Tourismus: http://hornburg.schladen-werla.de/content/hornburg/tourismus, Stadtmarketing / Amt für Tourismus Hornburg: Tel. 053 34 – 9 49 11, Fax: 0 53 34 – 94 89 10,  stadtmarketing@hornburg.de

Die Deutsche Fachwerkstraße (www.deutsche-fachwerkstrasse.de) und die Erlebnisstraße der deutschen Einheit (http://de.wikipedia.org/wiki/Erlebnisstra%C3%9Fe_der_deutschen_Einheit#Beschreibung) führen durch Hornburg.

Die Straße der Romanik (www.romanikstrasse.de) und die Deutsche Alleenstraße (www.alleenstrasse.com) verlaufen südlich von Hornburg durch die nur 11 km entfernte Fachwerkstadt Osterwieck (Sachsen-Anhalt): http://www.harzregion.de/geopark/14.html (MM).

Papst Clemens II wurde im Jahre 1005 in Hornburg geboren, er verstarb 1047 in Montelabbate bei Pesaro: beide Städte verbindet eine Partnerschaft (http://hornburg.schladen-werla.de).  Am Montelabbateplatz 1 befindet sich das Stadtarchiv Hornburg.

5.4 Gewerbe und Produkte

http://hornburg.schladen-werla.de/content/hornburg/wirtschaft/unternehmen_von_a___z

5.5 Gaststätten & Quartiere

Iberg-Gaststätte (im Schützenhaus), Familie Angelika & Heinz-Burkhard Mielke, Clubzimmer ● Saal ● Kaffeeterrasse ● Fremdenzimmer;  Schützenallee 1, 38315 Hornburg,  Tel. 0 53 34 – 12 39;  März – Oktober ab 11.30 außer montags;  November – Februar ab 17.00 außer montags und samstags,  Iberg-Gaststaette@t-online.dewww.iberg-gaststaette.de

Übernachtung: 2 DZ (plus Zustellbett): als EZ 40 €, als DZ 50 € inkl. Frühstück

Alle Übernachtungen: http://hornburg.schladen-werla.de/content/hornburg/tourismus/uebernachtungsmoeglichkeiten

6. Kontakte

7. Informationen

7.1 Internet

7.2 Schriften

  • Handbuch der Provinz Sachsen (1839, 1843, 1854) [zitiert in Ritter 2010]
  • Heise, S. (2008): Band der Liebe wurde schließlich anerkannt. – Anzeigenblatt für das Wirtschaftsgebiet Hornburg–Schladen und Umgebung. – 56, 36/62; Hornburg (21.08.2008).
  • Heise, S. (2009a): Neues aus dem Archiv: Hornburger Bürgerwehr. – Anzeigenblatt für das Wirtschaftsgebiet Hornburg–Schladen und Umgebung. – 57, 2, 8.1.2009; Hornburg/Schladen.
  • Heise, S. (2009b): Neues aus dem Archiv: Optische Telegrafen-Station in Hornburg. – Anzeigenblatt für das Wirtschaftsgebiet Hornburg–Schladen und Umgebung, 22.10.2009; Hornburg/Schladen.
  • Heise, S. (2012): Aus der Heimat. Das Ende des optischen Telegraphen auf dem Iberg. – Anzeigenblatt für das Wirtschaftsgebiet Hornburg–Schladen und Umgebung, Nr. 42/66./60. Jg.; Schladen-Hornburg.
  • Heise, S. & Hübsch, I. (2003): Die Station der ehemaligen optisch-mechanischen Telegrafenlinie. – In: Hornburg. Geschichten und Geschichte: S. 52–61; Hornburg (stadtarchiv@schladen.de).
  • Izb (2009): Hinweisschild erinnert an Telegraphenstation. – Wolfenbütteler Schaufenster, 12.10.2009, S. 16; Wolfenbüttel.
  • Ritter, R. (2010): Personal auf Stationen der optischen Telegrafenlinie. – Volkstimme. Burger Rundschau, 4.11.2010; Magdeburg.
  • Stadt Königslutter, Naturhistorische Gesellschaft Hannover & Niedersächsisches Landesamt Für Bodenforschung (Hrsg.; Geologie: Look, E.-R., Jordan, H., Kolbe, H. & Meyer, K.-D.) (1984): Geologische Wanderkarte 1:100 000 Braunschweiger Land. Nördliches Harzvorland, Asse, Elm-Lappwald, Peine-Salzgitter, Allertal. – Stadtverwaltung Königslutter, Am Markt 1, 38154 Königeslutter.

8. Öffnungszeiten

Die Stationstafel ist frei zugänglich.

9. Zur Station Nr. 22

Luftlinie zur Station 22: 5,5 km (TBIII: Tab. 2) und zur Station 20 sind es 8,0 km

Telegraphenradweg: x km (Autor ?)

Telegraphenstraße: x km und 100 m Fußweg (Autor ?)