Station 11: Ziegelsdorf Telegraphenberg

0. Ereignisse 2016

Der Heimatverein Grabow e.V. bietet Führungen an der optischen Telegraphenstation Nr. 11 der Königlich-preußischen optischen Telegraphenlinie Berlin – Koblenz an. Zudem besteht die Möglichkeit selbst optische Telegraphenzeichen einstellen zu können. Die Betreuung leisten dabei oft die Mitglieder Torsten Wambach, Birgit Blumhagel und Joachim Schulz.

April
Sonntag, den 17.04.2016: Saisonauftakt Offener Telegraphentag mit Führung, in Verbindung mit dem landesweiten „Tag der Industriekultur".

Mai
Sonntag, den 08.05.2016 , von 12.00–17.00: Geburtstag auf OT 11, Sonderöffnung: Offener Telegraph mit Führung.

Juni
Sonntag, den 12.06.2016, von 14.00–17.00: Offener Telegraphentag mit Führung.
Sonntag, den 26.06.2016, 11:00 Uhr,
1070 Jahre Grabow, Festumzug

Juli
Sonntag, den 10.07.2016, von 14.00–17.00: Offener Telegraphentag mit Führung.

August
Sonntag, den 14.08.2016, von 14.00–17.00: Offener Telegraphentag mit Führung.

September
Freitag bis Sonntag, vom 09. bis 11.09.2016: Sachsen-Anhalt-Tag in Sangerhausen (http://sat2016.de/), Gemeinsamer Informationsstand von OT11, OT14, OT16, OT18 und OT19, Bühnenprogramm und Umzug, in Verbindung mit dem Tag des offenen Denkmals

Oktober
Sonntag, den 09.10.2016 von 14.00–17.00: Offener Telegraphentag mit Führung.

1. Zuordnung

2007 Bundesland Sachsen-Anhalt (ST), Kreis Jerichower Land (JL), Stadt Möckern (seit 01.01.2010): www.moeckern-flaeming.de, http://de.wikipedia.org/wiki/Grabow_(am_Fläming), Ortsteil Ziegelsdorf

1835 Königreich Preußen, Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Magdeburg, Kreis Jerichow I, Ortsbereich Ziegelsdorf, Stationsstelle 11 (Herbarth 1978: 46/47)

2. Namen

Stationsstelle ohne Namen (Statistische Übersicht 1835 in H78: 47), Kellerberg (H78: 65), Telegrafenhügel, Grabow hieß zur OT-Zeit Grabau

Der bewaldete Kellerberg liegt östlich von Ziegelsdorf.  Es ist damit nicht geeignet als Namensgeber für die Station Nr. 11 (s. 3.) (P. Nüchterlein 2008).

3. Anfahrt, Adresse, Lage, Koordinaten, Höhe und Karten


Größere Kartenansicht

 

Höhenprofil der Stationen 1 bis 13: Ausschnitt aus dem Telegraphenbuch III: Abb. 5 (© MENNING et al. 2012)

Höhenprofil der Stationen 1 bis 13: Ausschnitt aus dem Telegraphenbuch III: Abb. 5 (© MENNING et al. 2012)
Druckfähige Auflösung (2000x816), 822 KB

Anfahrt A2 von Osten: AS Theeßen – Richtung Burg – Theeßen – Grabow – in Grabow ca. 500 m nach dem Ortseingangschild rechts Richtung Ziegelsdorf – Ziegelsdorf

Anfahrt A2 von Westen: AS Burg-Ost – Richtung Burg – in Burg an der 1. Ampel rechts auf die B1 Richtung Brandenburg/Genthin – nach ca. 400 m an nächster Ampel wieder rechts Richtung Ziesar/Theeßen – Grabow – in Grabow ca. 1,1 km entlang der Dorfstraße bis Abzweig (links) nach Ziegelsdorf – Ziegelsdorf. Ab Grabow ist der Weg zur Signalattrappe beschildert.

Adresse der Signalattrappe: Telegrafenstraße, 39291 Möckern OT Ziegelsdorf

Lage: ¼ Meile nordwestlich von Ziegelsdorf (H78: 65)

Der Telegraphenberg liegt 2 km nordwestlich des 76 m hohen Kellerberges, den H78: 65 als Ort angibt (P. Nüchterlein 2008, T. Wambach 2008).

Die Station befand sich in der Burgschen Heide unmittelbar östlich einer alten Sand- oder Lehmgrube, von der er durch eine Schneise getrennt wird (S. Wansa & G. Schönberg 2008).

Die Behauptung „Grund und Boden, auf dem die Station ehemals stand, werden als Kiesgrube ausgebeutet“ (H78: 65), muss angezweifelt werden.

Koordinaten: ~ 52°16'11" N,  ~ 11°58'30" O;  R 4498410, H 5792920 (S. Wansa & G. Schönberg).

Höhe: 65 m (S. Wansa & G. Schönberg)

Meßtischblatt: 3737

4. Station

4.1 Gebäude, Grundstück und Baumeister

Häuschen nach englischem Vorbild mit Beobachter- und Wohnzimmer (4,4 x 5 m) und Kammer (2,2 x 5 m), 2,8 m hoch, die Fenster durch Läden zu verschließen, hölzerner Anbau – vermutlich Stall und Abtritt; Garten.  Über dem Beobachtungszimmer auf dem Dach eine umgitterte Plattform.  Die Station ist zum Übernachten geeignet (Arlt 2007: 14).

Grundstück:

Baumeister: Ingenieur-Hauptmann und Garnisonsbaudirektor Gottlieb Heinrich Ferdinand Heise (1788–1843) von der 2. Ingenieur-Inspektion und Premier-Leutnant Lindner von der dritten Pionierabteilung, beide vom IV. Armeekorps in Magdeburg (H78: 63)

Betriebszeit: 1832 bis 1849

4.2 Personal, Ereignisse, Anekdoten und Verkauf

Personal: Untertelegraphist Johann Gottfried Koschel (1833), Obertelegraphist Jost (1833), Telegraphist Johann Friedrich Wieneke (1835, 1837), Obertelegraphist Lieutenant von der Masch (1835, 1837), Obertelegrafist Ferdinand Schluzius, Reesen (1838), Obertelegraphist Götsch (1849) (T. Wambach & B. Blumhagel 12/2009 nach Kirchenbüchern der ev. Gemeinde Grabow).

Obertelegraphist Lt. a.D. Schlutius und Untertelegraphist Eck (Handbuch der Provinz Sachsen (1839), Untertelegraphist Engel (Handbuch der Provinz Sachsen (1843) (Ritter 2010)

Somit ist die Feststellung „Auch in Kirchenbüchern, Tageszeitungen, Grundbüchern, Ortschroniken findet die Station bzw. die Telegrafisten keine Erwähnung“ (H78: 65) glücklicherweise zu relativieren.

Ereignisse: Am 17.03.1849 mittags 11.00 Uhr wurde auf der Telegraphenstation Wilhelmine Julie Bertha Bartels (Enkeltochter des Obertelegraphisten Götsch) geboren (B. BLUMHAGEL 02/2012 nachTaufregister der ev. Kirchengemeinde Grabow 1849).

Anekdote:

Verkauf:

4.3 Heutige Nutzung, Eigentümer und Schaukasten 2008

Nutzung: Kiefernwald mit eingestreuten Birken

Eigentümer: Josef Frhr. von Beverfoerde

Schaukasten 2008: In der Ortsmitte von Ziegelsdorf wurde am 26. Oktober ein Schaukasten feierlich enthüllt: In Luftlinie steht er 700 m südsüdöstlich der Station.  An der Einweihung nahmen 70 Personen aus Sachsen-Anhalt, der Mark Brandenburg und Berlin teil.  Das Fernsehen des Mitteldeutschen Rundfunks und die Volksstimme Burg berichteten (Bilder).

 

4.4 Die Telegrafenstraße 2010

Die bisher namenlose Dorfstraße von Ziegelsdorf wurde am 6. August feierlich in „Telegrafenstraße“ umbenannt (Bilder).  Sie ist die erste „Telegrafenstraße“ im Land Sachsen-Anhalt und eine der wenigen der gesamten Linie.

4.5 Öffentlichkeitsarbeit, Signalanlage und spiritus rector

Öffentlichkeitsarbeit wird groß geschrieben am OT11.  In dem außergewöhnlichen Jahr 2011 gab es folgende Aktivitäten: (1) Beteiligung am Tag der offenen Tür im Roland-Gymnasium in Burg, (2) Pritschenwagen mit Attrappe beim Festumzug und Stand beim Fläming-Frühlings-Fest in Magdeburgerforth, (3) Einweihung der Signalattrappe bei einem wunderschönen Volksfest, (4) Stand beim Sachsen-Anhalt-Tag in Gardelegen, (5) Fahrradtour zusammen mit dem ADFC, (6) Beteiligung am „Tag des offenen Denkmals“, (7) Vortrag an der Universität Jena, (8) Bild der Signalattrappe im Kalender 2012 der Sparkasse Jerichower Land, (9) Briefmarke „biberpost“ 2011 des Vereins „Pro JL e.V.“ (Bilder).

Bau einer Signalanlage: Am westlichen Ende der Telegrafenstraße und von Ziegelsdorf wurde am Freitag, dem 13. Mai eine Signalattrappe mit 6 beweglichen Signalflügeln (Indikatoren) aufgestellt.  Das Fernsehen des MDR und die Lokalzeitungen berichteten darüber.  Im Mai 2014 wurde bereits drei Jahre nach der Einweihung der Signalanlage ihr 1000. Besucher begrüßt (Bilder).

Spiritus rector der enormen Entwicklung der OT in Ziegelsdorf, die 2008 einsetzte, ist Torsten Wambach (TW) vom Heimatverein Grabow zusammen mit seiner Lebensgefährtin Birgit Blumhagel (BB) und seinem Vereinskameraden Joachim Schulz.

4.6 Die Einweihung der Signalanlage 2011

Die Signalanlage wurde am 20. Mai 2011 eingeweiht unter außerordentlicher Anteilnahme von Einwohnern Ziegelsdorfs und Grabows, Sponsoren, den am Bau beteiligten Firmen, des Landrats, Vertretern der Stadt Möckern und des Ortschaftsrates, Bürgern aus der näheren Umgebung sowie Gästen aus der Bundeshauptstadt Berlin und den Ländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen (Bilder).
Die Attrappe steht zwar knapp 600 m südsüdöstlich der Station Nr. 11, jedoch ausgesprochen günstig an der örtlichen Wendeschleife vor der Burgschen Heide.  Eine überdachte Sitzbank, zwei Informationsschaukästen, ein weiter Blick in Richtung zur Station Nr. 12 auf dem Kapaunenberg zwischen Schermen und Pietzpuhl, stattliche Findlinge und zwischen diesen zwei rustikale Holzbänke komplettieren das sehr gelungene Ensemble.  Die steinernen Gäste aus Skandinavien kamen mit Gletschern während des Saale-Komplexes, der vor ca. 347 000 Jahren begann und vor 127 000 Jahren endete (siehe auch „Geologie“ weiter unten).

4.7 Offener Telegraphentag April bis Oktober

Von April bis Oktober sind an jedem zweiten Sonntag im Monat Mitglieder des Heimatvereins Grabow vor Ort an der Signalattrappe.  Diese Termine und zusätzliche zu besonderen Anlässen finden Sie oben auf dieser Seite unter „0. Ereignisse 201x“.  Dabei erklären Vereinsmitglieder den Telegraphen, üben das Einstellen von Zeichen und verteilen Informationsmaterial (Bilder).

 

5. Umgebung

5.1/2 Geographie und Geologie

Die Station befand sich wahrscheinlich auf einem 65 m NN hohen O–W-orientierten Rücken in der Burgschen Heide nordnordwestlich von Ziegelsdorf im Bereich des Burg-Ziesarer-Vorflämings, der eine Eisrandlage des Warthe-Stadiums des Saale-Komplexes [grobes Alter: um die 150 000 Jahre] darstellt.  Die quartäre Schichtenfolge setzt sich hier zusammen aus saale- und elsterkaltzeitlichen Ablagerungen mit insgesamt über 50 m Mächtigkeit, die als Wechselfolge nichtbindiger und bindiger Schichten in Erscheinung treten.

Geologische Übersichtskarte von Deutschland 1:200 000

Geologische Übersichtskarte von Deutschland 1:200 000 Blatt Magdeburg 2000, © Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Hannover, mit den Stationen 10, 11 und 12 (Beschaffung: S. Wansa 04/2014, Montage: AH)

Eiszeitgesteine

Eine Bohrung bei Ziegelsdorf erschloß unter wenigen Metern Schmelzwassersand einen bis 30 m mächtigen Geschiebemergelkomplex der Saale- und Elster-Kaltzeit, der nur geringmächtige sandige Zwischenlagen aufweist.  Darunter folgen elsterkaltzeitliche Fein- und Mittelsande, teilweise grobsandig bis kiesig, die bis zu 20 m Mächtigkeit erreichen.  Tertiäre Ablagerungen wurden nicht erbohrt, sie sind in Tiefen von ca. 50–70 m unter Gelände zu erwarten (G. Schönberg & S. Wansa).

Erratische Blöcke [„verirrte“ Gesteine] aus Skandinavien schmücken die Signalanlage: (1) zwei Gneise nicht näherbekannten Alters liegen nahe des Ackers, drei rote feinkörnige Småland-Granite zu beiden Seiten des Weges (Vollstädt, Erler & Menning 06/2014, dieser Auftritt; Bilder).  Die „Telegraphen-Granite“ sind ca. 1,6 Milliarden Jahre alt.  Findlinge sind zugleich Windkanter, wenn sie über viele (tausend) Jahre vor dem Inlandeis lagen und der Wind ihnen Kanten anschliff.  Schleifmittel war der kalte, sandhaltige Wind, der vom Eis ins Vorland wehte und wie ein Sandstrahlgebläse wirkte.

 

5.3 Geschichte, Kultur, Bildung, Sehenswürdigkeiten und Tourismus

Ziegelsdorf (Auszüge aus der Ortschronik)

1306 erste urkundliche Erwähnung
1782 entstand auf der wüsten Dorfstätte ein Vorwerk Ziegelsdorf, mit einer Schäferei und Ziegelei der Familie von Wulffen zu Pietzpuhl.
1820 hatte Ziegeldorf 6 Wohnhäuser und 57 Einwohner; selbständige Bauern waren in Ziegelsdorf nicht ansässig.
1833 erfolgte die Inbetriebnahme der optischen Telegraphenstation Nr. 11.
1880 wurde das heutige Herrenhaus erbaut.
1945 nach Kriegsende wurde das Rittergut zum Kommandanturgut erklärt; im Zuge der Bodenreform entstanden 25 Neubauernstellen.
1994 fand das Herrenhaus neue Eigentümer, die es umfangreich modernisierten und es seitdem bewohnen.

Grabow (Auszüge aus der Ortschronik)

946 erste urkundliche Erwähnung: Grabow ist gemeinsam mit Schartau (heute Ortsteil von Burg) die älteste Gemeinde im Landkreis Jerichower Land).
1289 gab Erzbischof Erich dem Domkapitel Magdeburg das Versprechen, dass Grabow nicht ohne dessen Einverständnis verkauft werden darf; Erzbischof Erich starb in Grabow und wurde dort beigesetzt.
1306 verkaufte das Domkapitel Magdeburg Grabow an das Bistum Brandenburg, das als Beamte mit administrativen und militärischen Befugnissen Iwan von Wulffen und Hennig von Barby einsetzte.
1542 werden die Dörfer um Burg evangelisch.
1618 bis 1648 brachte der Dreißigjährige Krieg Verwüstung und Leid – die Bevölkerung wurde stark dezimiert; Äcker, Wiesen und Wälder verödeten und wurden daraufhin dem Rittergut zugewiesen.
1684 trat der erste Lehrer sein Amt an.
1713 ließ Hans-Christoph von Wulffen auf dem Burgwall neben der Wasserburg ein neues, größeres Herrenhaus errichten.
1773 vereinheitlichte Friedrich der Große die Verwaltung, indem er Ziesar, Grabow, Groß-Lübars und Leitzkau von der Kurmark Brandenburg abtrennte und als Kreis Ziesar dem Herzogtum Magdeburg zuordnete.  Die ab 1306 unterbrochene administrative Verbindung von Grabow zu Magdeburg wurde damit wieder hergestellt.
1815 trat an die Stelle des Herzogtums Magdeburg die preußische Provinz Sachsen; Grabow gehörte nun zum Regierungsbezirk Magdeburg.
1816 wurde der Ziesarsche Kreis aufgelöst; es wurden die Kreise Jerichow I und Jerichow II gegründet: Grabow gehörte zum Kreis Jerichow I.
1893 erhielt Grabow eine Postagentur.
1901 endete nach fast 600 Jahren mit dem Tode von Max von Wulffen die Linie von Wulffen in Grabow; das Rittergut wurde an Olof von Lindequist verkauft, der 1942 in Grabow starb.
1934 Bau der Autobahn A2 südlich von Grabow
mehr http://de.wikipedia.org/wiki/Grabow_(am_Fläming)

„Ziegelsdorf (v. Werdersche Gericht in Parey, ein dem Obrist v. Werder in Torgau gehöriges landtagsfähiges Rittergut; eine Ziegelei, 6 Wohnhäuser und 48 nach Grabow eingepfarrte und eingeschulte Einwohner. Hierzu gehört der 1/4 Meile nordwestlich befindliche Telegraph Nr. 11. Gerichtsherr ist der hiesige Rittergutsbesitzer“ (Auszüge aus Hermes & Weigel 1842: 160).

5.4 Gewerbe und Produkte

- Ziegelsdorf wurde zunächst als Vorwerk und später eigenständig bewirtschaftet.  Wie lange die 1782 errichtete Ziegelei genutzt wurde, ist nicht bekannt.  Heute ist in Ziegelsdorf kein Gewerbe ansässig.

- Nach dem 2. Weltkrieg und der anschließenden Bodenreform wurden Neubauernstellen eingerichtet.  Nach Gründung von Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften bewirtschaftete zunächst eine ortsansässige LPG und später die LPG „1. Mai“ in Grabow die umfangreichen Stallgebäude, Scheunen und Ländereien.

In Grabow waren alle Gewerke, die für einen landwirtschaftlich geprägten Ort üblich waren, ansässig.
- Der älteste noch bestehende Betrieb ist hier die Schlosserei Rulff GmbH.  Sie wird seit 1867, jetzt in 6. Generation von der Schlossermeisterin Kathrin Rulff, betrieben: Gitter – Türen – Tore – Kunstschmiedearbeiten: Tel. 039 21 – 94 47 94, www.schlosserei-rulff.de.  Schmiede- und Schlossermeister Manfred Rulff († 2011) hat mit seinem Gesellen Berndt Leps die Signalattrappe von Ziegelsdorf geplant und gebaut und damit ein Meisterwerk der Handwerkskunst geschaffen.

- 1990 gründete Dipl.-Ing. Friedrich die Firma „Hermann Friedrich Elektrotechnik“: Beratung – Projektierung – Montage – Wartung (24h-Service): Tel. 01 63 – 8 99 77 39, www.friedrich-elektrotechnik.de.

- Ingenieurbüro Michael Schwenke: Tel. 039 21 - 97 69 805; Michael Schwenke hat die Signalattrappe komplett vermessen und gezeichnet und so erstmals wieder detaillierte Bauzeichnungen von einer Signalanlage der Linie angefertigt.

- Industrie oder überregionale wirtschaftliche Bedeutung hatte Grabow nicht.  Die bekannten Grabower Küsschen und Kekse kommen aus dem größeren Grabow im südwestlichen Mecklenburg.
T. Wambach,aktualisiert 10/2014

5.5 Gaststätten und Quartiere

gibt es nicht in Ziegelsdorf, jedoch in Grabow und Reesen sowie in der Stadt Burg, dem Verwaltungssitz des Kreises Jerichower Land: www.stadt-burg.de.

Gaststätte „Zum weißen Roß“ in 39291 Grabow, Dorfstraße 4,: Restaurant – Cafè – Vereinslokal – Saalbetrieb – Biergarten – Sonntagslunch; ab 11.00; Warme Küche 11.00 – 14.00 und ab 17.00,  Montag Ruhetag, Tel. 039 21 – 99 77 14, Fax 039 21 – 99 41 49, www.zum-weissen-ross-grabow.de, Inh.: Steffen Reinholz, steffenreinholz@web.de

Gaststätte und Pension „Zur Mühle“ in Reesen an der B1: ab 11.00,  Montag Ruhetag,  Tel. 039 21 – 98 80 53,  www.reesen.de, Inh.: Familie Reisener, toralf@zur-muehle-reesen.de

Quartiere: Grabow: Privatzimmer bei der Familie Thielecke, Dorfstr. 33, Tel. 01 73 – 2 47 86 31

Quartiere: Burg Grabow, Burgherr Stanislaus von Eichborn, Schulstr. 5, Tel. 039 21 – 98 80 53 und 01 72 – 3 83 35 57, www.burg-grabow.de

6. Kontakte

Heimatverein Grabow, Torsten Wambach, Birgit Blumhagel,  Dorfstr. 42, 39 291 Grabow,  Tel. 0160 – 8 10 17 07, Station11@t-online.de

Heimatverein Grabow, Joachim Schulz, Ziegelsdorfer Str. 2, 39 291 Grabow,  Tel. 039 21 – 99 70 51, Mobil: 0170 – 3 40 96 12, holzmuehle@gmx.de

Paul Nüchterlein, Holzstraße 32b, 39288 Burg, Tel. 039 21 – 61 65

Ortschaft Grabow,  Kirchplatz 7, 39291 Möckern OT Grabow,  Ortsbürgermeister ist seit 2014 ist Thomas Lindemann

Josef Frhr. von Beverfoerde,  Guthof Ziegelsdorf 2, 39291 Möckern OT Ziegelsdorf,  Tel. 039 21 – 98 83 04,  01 72 – 8 88 01 90,  Fax 039 21 – 98 83 05, josef@beverfoerde.de

7. Information

7.1 Internet

dieser Auftritt, www.moeckern-flaeming.de

7.2 Schriften

*BLUMHAGEL, B. & DROPE, H. (2011): "Das Telegrafenkorps der Königlich Preußischen Optischen Telegrafenlinie Berlin-Koblenz". - Zeitschrift für Heereskunde, 441: 11 - 12; Ingolstadt.

*Faltblatt (2011; Redaktion: T. WAMBACH & B. BLUMHAGEL):" Auf den Spuren der optischen Telegrafienlinie im Jerichower Land"

*RITTER, R. (2010): Personal auf Stationen der optischen Telegrafenlinie- - Volksstimme. Burger Rundschau, 04.11.2010

7.3 Fernsehbeitrag...

... des MDR in „Sachsen-Anhalt heute“ von der Einweihung des Schaukastens am 26.10.2008 und von der Errichtung der Signalattrappe am 08.06.2011 in "Waehle Madeleine"

8. Öffnungszeiten

Der Schaukasten im Ort, die Signalattrappe und der Ort der ehemaligen Station sind dauerhaft zugänglich.

Offener Telegraph an jedem 2. Sonntag der Monate April bis Oktober von 14:00 bis 17:00 Uhr - und nach Vereinbarung. (Torsten Wambach, Tel. 0160 - 8 10 17 07)

An der Signalattrappe wechseln alle zwei Wochen die eingestellten Zeichen: ihre Bedeutung ist im benachbarten Schaukasten zu finden (TW).

9. Zur Station Nr. 12

 

Von der Station 11 zur Station 12: der Telegrafenweg Ziegelsdorf – Schermen (K. SCHMEIßER)

Von der Station 11 zur Station 12: der Telegrafenweg Ziegelsdorf – Schermen (K. SCHMEIßER)
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Luftlinie: 11,4 km; zur Station Nr. 10: 10,3 km (TBIII: Tab. 2)
Vor der Station Nr. 11 zur Station Nr. 12 gibt es heute keinen Sichtkontakt mehr.  Doch kann man vom Standort der Signalattrappe am westlichen Ortsrand von Ziegelsdorf den Telekommunikationsturm sowie acht Windräder auf dem Kapaunenberg und dem Kapaunberg, die zwischen Schermen und Pietzpuhl stehen, sehen und so den Ort der Station 12 knapp rechts vom Telekommunikationsturm in etwa fixieren (T. Wambach).

Telegraphenradweg A: x km (K. Schmeißer & T. Wambach): Ziegelsdorf – Grabow – Gütter – Burg – Burg (Rote Mühle) – Detershagen – Schermen – Straße nach Pietzpuhl – nördlich des Kapaunenbergs rechts abbiegen an den Wegweisern (1) Brockenblick, Domblick und (2) OT 12: dem Waldweg 140 m aufwärts folgen bis zur Stationstafel für die Station Nr. 12.

Im Jerichower Land werden auf einer Strecke von 70 km an „155 Standorten 245 Hinweisschilder aufgestellt.  Die Bewilligung ist vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten erteilt.  Die Standorte wurden unter Leitung von Klaus Schmeißer (ADFC Magdeburg) ermittelt und mit den Kommunen abgestimmt.“  Es gibt Verbindungen zum Altmark-Rundkurs und zum Elbe-Radweg.  „Ausschreibung, Bau und Aufstellung haben begonnen.  Die bauliche Fertigstellung soll im September erfolgen“ (Volksstimme, Ausgabe Burger Rundschau, 02.07.2014: Seite 14).

Telegraphenradweg B: x km (K. Schmeißer & T. Wambach): Ziegelsdorf – Grabow – Wulffenscher Forst – Pietzpuhl – Richtung Schermen 1500 m: nach Passieren des Höhenrückens mit dem Kapaunenberg und Kapaunberg links abbiegen an den Wegweisern (1) Brockenblick, Domblick und (2) OT 12: dem Waldweg 140 m aufwärts folgen bis zur Stationstafel für die Station Nr. 12.

Telegraphenstraße: x km und 140 m Fußweg: Ziegelsdorf – Grabow: Kirche mit Ladegastorgel, Wasserburg – L52 bis Burg an der Straße der Romanik: „Stadt der Türme“, sanierte Altstadt, Gedenkstätte für den preussischen General, Heeresreformer und Militärtheoretiker Carl von Clausewitz (de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Clausewitz) in seinem Elternhaus in der Schulstraße 12 – die B1 bis östlich Schermen bis kurz vor die A2 – die B1 verlassen und halblinks nach Pietzpuhl – die A2 unterqueren und aufwärts fahren – am „Wegekreuz“ links halten – rechterhand beginnt jetzt ein Kiefernwäldchen – nach 200 m zweigt ein Waldweg ab mit den Wegweisern „Optische Telegrafenlinie“ und „Brockenblick, Domblick“ (siehe hier Bild 9 in Punkt 3): diesem Waldweg 140 m aufwärts.