Station 53: Spich Forsthaus Telegraph

Das Wappen von Troisdorf

1. Zuordnung

2015 Nordrhein-Westfalen (NW), Rhein-Sieg-Kreis mit der Kreisstadt Siegburg (SU, http://de.wikipedia.org/wiki/Siegburg), Stadt Troisdorf, Stadtteil Oberlar, Ortschaft Spich

1835 Königreich Preußen, Regierungsbezirk Cöln, Kreis Siegburg, Gemeinde Spich, Stationsstelle Ravensberg (Herbarth 1978: 46, 93)

2. Weitere Namen

Ravensberg, Telegraphenberg, Ravensberg „im Spicher Busch“ (H78: 93)

3. Anfahrt, Lage, Adresse, Koordinaten, Höhe und Karten

Anfahrt: über die A59, AS36 Lind: (1) auf der B8 (Hauptstraße) Richtung Troisdorf 1200 m, (2) nach links auf der Belgischen Allee bis zum großen Kreisverkehr 1000 m, nach rechts auf dem Mauspfad (K20) durch Wald 3400 m, (3) am Gaststättenwegweiser am Mauspfad spitzwinklig nach links-rückwärts noch 250 m bis zum Forsthaus Telegraph (MM)

Lage: östlich von Spich und nördlich von Troisdorf am südlichen Rand der Wahner Heide

Adresse: 53842 Troisdorf-Spich, Mauspfad 3

Koordinaten: 50°49'54,0" N,  07°09'09,8" O

Höhe: 125 m (H78: 93)

 

Höhenprofil der Stationen: Ausschnitt aus dem Telegraphenbuch III: Abb. 5 (© MENNING et al. 2012)

Höhenprofil der Stationen: Ausschnitt aus dem Telegraphenbuch III: Abb. 5 (© MENNING et al. 2012)
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Relief mit der Station 53 (Foto: MM 04/2012, Graphik: AH 04/2014)

Relief mit der Station 53 (Foto: MM 04/2012, Graphik: AH 04/2014)
Druckfähige Auflösung (2000x1256), 1,73 MB

4. Station

4.1 Grundstück und Eigentümer, Gebäude, Bauherr, Baumeister, Sicht und Betriebszeit

Stammwappen Spies von Büllesheim

Grundstück: „Das Grundstück mit einer Größe von 72 Quadratruten wurde der preußischen Telegrafendirektion unter Eigentumsvorbehalt kostenlos durch den Freiherrn von Spies-Büllesheim auf Hall zur Verfügung gestellt“ (H78: 93).

Ludwig Freiherr Spies von Büllesheim (1785-1860) saß auf Haus Hall in Ratheim, Kreis Heinsberg.  Der Besitz (Haus Rott samt Zubehör in Spich) kam im 18. Jahrhundert an die Spies von Büllesheim und wurde ab 1773 verpachtet (Karl-Erich Anhäuser, schriftl. Mitt. 21.08.2015 nach Höngesberg & Müller 2015, http://www.troisdorf.de/web/de/stadt_rathaus/aktuelles/presse/pressemitteilungen.htm?selection=190&jahr=2015, 09/2015)

Gebäude: „Das einstöckige Gebäude besaß massive Außenmauern.  Der Innenausbau bestand aus Fachwerk, die Fußböden aus Tannenholz.  Im Turm befand sich die Treppe mit 44 Stufen.  Dies lässt auf einen dreigeschossigen Turm schließen.  Der Turm war anders als in Niederzündorf dem Haus auf der Längsseite [nach SW] vorgelagert. Im Erdgeschoß des Hauses befanden sich zunächst rechts und links je eine Küche mit einer kleinen Ofennische mit Kaminabzug.  Daran schloß sich jeweils ein größeres Zimmer mit je zwei Fenstern an.

Die bei dem Grundriß auffallende unsymmetrische Aufteilung der vier Zimmer kann an dem Einpassen der Treppe, die auf der Innenmauer auflag, gelegen haben, könnte aber auch Ausdruck hierarchischer Unterschiede zwischen Ober- und Untertelegrafist gewesen sein.
Im Dachgeschoß befanden sich zwei Stuben mit je zwei Dachkammern.  Der Ökonomieanbau mit Pultdach enthielt Stallung und Abtritte (H78: 93).

Bauherr: Garnisonsbaudirektor des VIII. Armeekorps in Koblenz, Ingenieurhauptmann von Mühlbach (H78: 84).
„Nach Eingang der offenen Ordre am 22.10.1832 bei der Forstinspektion Bensberg wies diese den Oberförster Kesseler in Siegburg an, beim Bau der Station auf dem Ravensberg zu assistieren“ (H78: 93).

Baumeister: -

Sicht: „Für die freie Sicht war das Abholzen einiger Büsche und Bäume notwendig“ (H78: 93).

Betriebszeit: 1833 bis 1852

4.2 Personal, Ereignis, Anekdote und Verkauf

Personal
P. Fuchs 02/2010 nach Acta Personalia Geheim. Staatsarchiv Berlin
(1) Johann Peter Fritzen, Obertelegraphist 1834–1852, 1852 zum Postdienst [MM 09/2015: 1834 dürfte falsch sein, denn sein 1. Kind wurde 08/1841 in der Station geboren]
(2) Wilhelm Treu, Untertelegraphist 1833–1852, 1852 zum Postdienst [MM 09/2015: 1833 dürfte fraglich sein, weil mehrere Telegraphisten für die Station belegt sind: sie arbeiteten dort eher nacheinander und nicht parallel.]

W. Hahn nach Hand-Adressbuch Rheinland 1842 via H. Drope 16.02.2010
(3) Stoski, Untertelegraphist 1842

K.-E. Anhäuser, schriftl. Mitt. 06.08.2015 nach Höngesberg & Müller (Familienbuch Sieglar 2015 [für 1689 bis 1984]):
(4) Gottlieb Ludwig Zindel, Telegraphist, * 1798 in Berlin, ev., heiratete am 21.07.1835 in der Kirche zu Sieglar in zweiter Ehe Elisabeth Magdalena Krause, Tochter der Wirtsleute Peter Krause und Regina Wieck zu Forsbach (heute Ortsteil der Gemeinde Rösrath).  Sie war zuvor Dienstmagd in der Station 53.  Tochter Charlotte Dorothea Maria, * 28.11.1835 und Tochter Johanna Christina Elisabeth, * 10.03.1837, beide in der Telegraphenstation.
(5) Johann Balthasar Werner, Telegraphist, * 1804, verheir. mit Margaretha Heck, * 1807.  Sohn Johann, * 29.04.1837 in der Telegrafenstation (Seite 1534).
(6) Wilhelm Steinhoff, Obertelegraphist, verheir. mit Christina Dormagen, * um 1811, ein totes Kind, * 11.12.1838 in der Telegrafenstation (Seite 1449).
(7) Johann Peter Fritzen, Obertelegraphist, * 1797, verheir. mit Johanna Franziska Beißel, * 1814, 4 Kinder in der Station geboren: Sohn Johann Adolph, * 16.08.1841, Tochter Helena Theresia, * 30.10.1844, Tochter Adolphina Franziska, * 12.12.1847 und Maria, * 04.06.1851 (Seite 474).
(8) Adolph Zimmermann, Telegraphist, * 1804, verheir. mit Catharina Carolina Elisabeth Montanus, * 1803.  Tochter Franziska Auguste Wilhelmina, * 26.09.1842 in der Telegrafenstation (Seite 1600).
zu (2) Wilhelm Treu, Untertelegraphist, * 1793 in Duisburg, dreimal verheiratet, Krämer und pensionierter Untertelegraphist, † 16.07.1856 in Spich.  Seine ersten beiden Frauen starben vermutlich auf den Station 41 oder 42 (Echtrup oder Höingen) [40=Soest, 41=Höingen, 42=Menden-Dahlsen] bzw 46 (Radevormwald), da im Kirchenbuch Sieglar angegeben: Henriette * Backhausen, † in Soest,  Friederike, * Sternenberg, † in Radevormwald.  Seine dritte Frau Anna Christina Pütz überlebte ihn (Seite 1474).

Ereignis: -

Anekdote: -

Verkauf: „Der Wert des Gebäudes wurde auf 560 Taler veranschlagt.  Da die Wohnfläche einschließlich Turm mit 821 Quadratfuß nur wenig größer war als die des Zündorfer Gebäudes, der Schätzwert des Telegrafen zu Spich jedoch fast doppelt so hoch lag, lässt sich folgern, dass sich das Haus beim Verkauf in einem guten Zustand befunden haben muß.
Da das Grundstück an den Freiherrn von Spies-Büllesheim 1850 [wohl 1852] zurückgegeben werden musste und dieser erklärte, für das Gebäude keinen Bedarf zu haben, verblieb nur noch die Möglichkeit, das Gebäude auf Abbruch zu verkaufen.  Der Abbruchwert selbst wurde daraufhin auf 80 Taler taxiert.
Auf der Versteigerung im März 1853 wurde der Zuschlag für 115 Taler gegeben, unter der Bedingung, das Gebäude bis zum 15. Mai 1853 niederzureißen.  Wie sich herausstellte, hatte der Ansteigerer Böcker das Haus jedoch für den Freiherrn Spies-Büllesheim ersteigert, der aber nicht an den Abbruch dachte, sondern das Haus ausbessern ließ und es seinem Förster, Peter Heinen, als Wohnung zur Verfügung stellte.  Das Haus wurde auch nach erneuter Aufforderung nicht abgebrochen“.
„Ob seitens des Fürsten ein Ausgleichsbetrag an die Telegrafendirektion bezahlt wurde, ist aus den Akten nicht ersichtlich.  Nach Kenntnis des gesamten Vorgangs drängt sich jedoch die Vermutung auf, dass dies nicht geschehen ist, sondern das Ganze als ein geschickter und auch geglückter Versuch des Fürsten anzusehen ist, das Haus zum Abbruchswert in sein Eigentum zu überführen“ (H78: 93, 95).
Nebenher: Alois Matthias Böcker, Gutsbesitzer zu Lind, war Rentmeister und kümmerte sich um die finanziellen Angelegenheiten von Haus Rott.  Er erscheint bereits 1809 zur Franzosenzeit als Maire zu Wahn und danach als Bürgermeister der Bürgermeisterei Wahn im Kreis Mülheim (K.-E. Anhäuser, schriftl. Mitt. 06.08.2015).

4.3 Nachnutzung, Militärförsterei, Umbauten, Eigentümer und Beschilderung

Nachnutzung: Zunächst diente die Station als Forsthaus.  1894 begann ihre gastronomische Nutzung, vorwiegend zur Bewirtung von Wanderern (http://de.wikipedia.org/wiki/Forsthaus_Telegraph).

K.-E. Anhäuser, schriftl. Mitt. 06.08.2015 nach Höngesberg & Müller (Familienbuch Sieglar 2015 [für 1689 bis 1984], Seite 1609):
Der erste Privatförster [Privat-Waldaufseher im Försterhaus Telegraph bei Spich] des Freiherrn Spies von Büllesheim war Peter Heinen, 1817 als Sohn von Johann Heinen und Helene Josepha Schönfeld in Spich geboren.  Vorher als Dienstknecht und Tagelöhner im Kirchenbuch bezeichnet, heiratete er 1844 mit 27 Jahren die 25-jährige Gertraud Schmitz aus Spich.  Er starb 1861 im Forsthaus.  Wer danach als Waldaufseher im Forsthaus wohnte, sagen die Kirchenbücher nicht.
Laut Volkszählung von 1885 wohnten im Forsthaus vier Personen.  Dies wird wohl die Familie des letzten Privatförsters und Rentmeisters des Grundeigentümers Spies von Büllesheim gewesen sein, nämlich Heinrich Wilhelm Schneider mit Frau und Kindern.  Die Familie wohnte dort bereits 1872.

Militärförsterei: Bei den Erweiterungen des Artillerieschießplatzes zwischen 1884 und 1895 kamen zu diesem auch der Ravensberg und das Forsthaus hinzu.  Mit dem Forsthaus übernahm der preußische Fiskus auch den Förster Josef Kreuz.  In dessen Dienstvertrag vom 16.03.1896 mit der Königlich-preußischen Intendantur des 8. Armeecorps wurde ihm die Beaufsichtigung der staatseigenen Forst- und Waldparzellen übertragen, die zum Artillerie-Schießplatz gehörten.  Förster Kreuz kann damit als einer der ersten "Militärförster" im Deutschen Reich gelten (Pape, J. (1989): Nutzung und Nutzungskonflikte – Forstwirtschaft, militärische Nutzung und Naturschutz. –In: Die Wahner Heide: 235/236; Pullheim, Rheinland-Verlag).  Er starb 1914 im Haus Telegraf.
Nachfolger wurde sein Sohn Karl Johann, * 1885, der im Haus Telegraf blieb und dort 1936 unverheiratet starb.  Dessen sieben Jahre jüngerer Bruder Franz Josef wurde Polizist, heiratete 1922 Elisabeth Lindlar aus Troisdorf und lebte bis zu seinem Tod 1937 ebenfalls im Forsthaus.  Elisabeth Kreuz war Konzessionsträgerin der Gastwirtschaft "Haus Telegraf".  Sie starb 1972 in Troisdorf.

Die Försterei "Telegraf" wurde 1927 zusammengefaßt mit den Förstereien Hasbach und Schauenburg zur Revierförsterei Wahn, die ab 1936 in Heeresförsterei Wahn umbenannt wurde.

Die Bezeichnung "Telegraphenberg" ist erst nach 1894 durch das Militär im Rahmen der Schießübungen aufgekommen.  Ähnlich wie die anderen Geländeerhebungen, "Moltke-Berg" und "Roon-Hügel", wurde auch der nordwestlich vom Forsthaus gelegene "Telegraphenberg" als Zielhilfe bzw. zur Zielstellung genutzt.  Auf dem topografischen Meßtischblatt 2972 der Königl. Preußischen Landesaufnahme von 1893 (herausgegeben 1895) findet sich noch kein "Telegraphenberg", dann aber, wie auch der "Moltke-Berg", ab der Kartierung von 1908 bis heute.

Umbauten und Gesamteindruck: „Der Turm wurde um ein Stockwerk auf zwei Geschosse verkleinert und durch ein Dach geschützt, Wohn- und Wirtschaftsgebäude durch einen Anbau erweitert.  Es ist nicht auszuschließen, dass die Station einmal abbrannte und um 1870 auf den alten Grundmauern wieder aufgebaut wurde, denn von der Bausubstanz sollen heute lediglich noch Turm und Hausgrundmauern ursprünglich sein …
Obwohl auch die Innenaufteilung verändert worden ist, muß man vom äußeren Anblick der Station her feststellen, dass der besondere Typ der Station aufgrund der charakteristischen Eigenschaften, wie da sind: die vier Fenster Parterre, eins von zwei Giebelkammerfenstern (vgl. Abb. 197), die Giebelstubenfenster sind leider verändert, der Quaderputz (vgl. Abb. 194), sowie der Turm, durchaus ersichtlich sind, wobei die ehemalige Bedeutung des Hauses durch die Bezeichnung „Forsthaus Telegraph“ deutlich unterstrichen wird (H78: 139/140).

Heutige Nutzung: 1988 pachtete der heutige Besitzer das Gebäude und Ende der 1990er Jahre kaufte er es von der Bundesrepublik Deutschland.  Das Restaurant bietet französiche Küche mit regionalen Akzenten.  2008 kam mit der Waldwirtschaft „Heidekönig“ (Selbstbedienung) eine große Außengastronomie hinzu (http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/region/Im-Forsthaus-Telegraph-steckt-viel-Geschichte-drin-article214489.html, Artikel vom 10.10.2009).

Eigentümer: Thomas Pilger

Beschilderung: Standardisierte Stationstafel an der Eingangstür und Wegweiser an der Kreisstraße „Mauspfad“

4.4 Kulinarische Kunst von Reinhard Zado

Das Buch von Reinhard Zado & Jörg Hohenadl von 2004: „Küchenfee und Kellermeister: Eine kulinarische Reise durch die Landschaften an Rhein und Sieg“ enthält auf den Seiten 42–47 wunderschöne Bilder von und kulinarische Empfehlungen aus dem Hause „Forsthaus Telegraph“.

5. Umgebung

5.1 Geographie

Die Station liegt am südlichen Rand der Wahner Heide (http://www.wahnerheide.net/) südöstlich des internationalen Flughafens Köln-Bonn (Köln-Wahn).

Der nordöstlich der Station gelegene Rodderberg wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Telegraphenberg umbenannt (Informationstafel „Das Naturschutzgebiet Wahner Heide“, 08/2015, nach Schulte 1974: siehe Galerie Kapitel 5.3, Bild 1).

Von 1951 bis 2004 waren in der Wahner Heide belgische Truppen stationiert.  Danach entstand dort ein Naturschutzgebiet.  Nördlich und östlich der Station übt bis heute die Bundeswehr (Informationstafel „Archäologische Kriegsrelikte in der Wahner Heide“, 08/2015, LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland).

Troisdorf mit seinen 12 Stadtteilen ist die größte Stadt im Rhein-Sieg-Kreis (www.troisdorf.de/, http://troisdorf.de/MediaLibrary/Content/System/listen13/Broschueren/Stadtteilebroschuere.pdf).  Nicht zuletzt wegen seiner verkehrsgünstigen Lage am internationalen Flughafen Köln-Bonn und der A59, die Köln und Bonn verbindet, boomt die Wirtschaft.

3 km östlich der Station entwässert die Agger das Rheinische Schiefergebirge nach WSW.  Sie mündet bei der Kreisstadt Siegburg in die Sieg und diese bald darauf in den Rhein leicht nördlich von Bonn.

5.2 Geologie

Die Station und das ca. 500 m nordöstlich von ihm gelegene Kulturdenkmal auf dem Telegraphenberg liegen beide auf Köln-Schichten (Spätes Oligozän = ca. 25 Millionen Jahre alt).

Im Oligozän (34 bis 23 Millionen Jahre vor heute) entstand auch der "Spicher Hohlstein" (Lage: https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=Der+Hohlstein+von+Spich).  Der sichtbare Teil des Hohlsteins ist ca. 9 m lang, 6 m breit und 4 m hoch. Hier haben Flüsse Sandschichten aufgeschüttet, die später stellenweise durch Kieselsäure verfestigt wurden. Der Hohlstein ist ein besonders stark verkieselter Bereich, der durch Abtragung der weicheren Umgebung freigestellt wurde.

Der Spicher Hohlstein (Foto: M. MONSCHAU, via G. Hoffmann 09/2019)

Der Spicher Hohlstein (Foto: M. MONSCHAU, via G. Hoffmann 09/2019)

5.3 Geschichte, Kultur, Bildung, Sehenswürdigkeiten und Tourismus

Der Spicher Telegraf lag bei seiner Einrichtung nur unweit des Artillerieschießplatzes Wahn, der kurz nach 1815 von den Preußen eingerichtet wurde und der bis 1918 in Betrieb war (06.07.2015 K.-E. Anhäuser).

Geschichte der Station: https://de.wikipedia.org/wiki/Forsthaus_Telegraph#Geschichte

Geschichte von Troisdorf: http://www.troisdorf.de/web/de/stadt_rathaus/Stadtportrait/main.htm, http://www1.troisdorf.de/Portal_Burg_Wissem/download/troisdorfer-geschichtsweg-1.pdf

5.4 Gewerbe und Produkte

http://www.troisdorf.de/web/de/wirtschaft_bauen/Wirtschaft/index.htm

5.5 Gaststätten & Quartiere

Restaurant Forsthaus Telegraph, 53842 Troisdorf, Mauspfad 3, Tel: 022 41 – 7 66 49, Fax: 022 41 – 7 04 94; Forsthaus-telegraph@t-online.de;  Öffnungszeiten täglich außer montags ab 11:30 Uhr, bei schlechtem Wetter geschlossen!  www.forsthaus-telegraph.de
Das Forsthaus Telegraph wurde später noch um die Außengastronomie Heidekönig erweitert (http://www.der-heidekoenig.de/).

Unterkunftverzeichnis Troisdorf: http://www.troisdorf.de/web/de/stadt_rathaus/Tourismus/Uebernachten/main.htm

6. Kontakte

Thomas Pilger, Restaurant Forsthaus Telegraph, 53842 Troisdorf, Tel. 0 22 41 – 7 66 49, Forsthaus-telegraph@t-online.de

Karl-Erich Anhäuser, Im Feldbruch 8, 53842 Troisdorf, Tel. 022 41 – 40 97 85, karl.anhaeuser@web.de

7. Informationen

7.1 Internet

www.forsthaus-telegraph.de

7.2 Schriften

Troisdorfer Jahresheft 1974

Gansen, P. (1935): Der optische Telegraph im Bergischen. – Bergischer Heimatkalender 1935 (Archiv Bergischer Geschichtsverein Abteilung Wermelskirchen, V. Ernst 01.11.2015).

Höngesberg, P. & Müller, H. (Hrsg.) (2015): Familienbuch Sieglar: 3 Bd. [für die Zeit 1689 bis 1984: Das Familienbuch beinhaltet personengeschichtliche Sekundärquellen der Familien, die sich in 10 Kirchenbüchern und 235 Standesamtsregistern nachweisen lassen
(http://www.troisdorf.de/web/de/stadt_rathaus/aktuelles/presse/pressemitteilungen.htm?selection=190&jahr=2015, 09/2015).]

Huck, J. (1964): Das Post- und Fernmeldewesen bis 1945. – In: Heimatverein Porz e. V. in Verbindung mit dem Stadtarchiv Porz (Hrsg.): Unser Porz. Beiträge zur Geschichte von Stadt und Amt Porz. – Heft 6: 94–100 [optische Telegraphenstationen Nr. 52 und 53]; Porz.  Beschaffung: K.-E. Anhäuser 07/2015

Pape, J. (1989): Die Wahner Heide. Nutzung und Nutzungskonflikte. Forstwirtschaft, militärische Nutzung und Naturschutz. – Siegburg (Rheinland-Verlag).  Beschaffung: K.-E. Anhäuser 07/2015

Schulte, A. (1974): Die Telegraphenstation am Ravensberg. – Troisdorfer Jahreshefte, 1974: 25–46; Troisdorf. pdf

Zado, R. & Hohenadl, J. (2004): Küchenfee und Kellermeister: Eine kulinarische Reise durch die Landschaften an Rhein und Sieg.  Beschaffung: K.-E. Anhäuser 07/2015
rzado@rz-online.de

8. Öffnungszeiten

täglich außer montags ab 11:30 Uhr, bei schlechtem Wetter geschlossen

9. Zur Station 54

Luftlinie: 12,5 km und zur Station Nr. 51: 9,1 km (TBIII: Tab. 2)

Telegraphenradweg: X km (vorläufiger Vorschlag 10/2015 aus der fernen Mark Brandenburg mit Hilfe von Google Earth)
(1) den Mauspfad nach SE, (2) nach rechts auf der Altenrather Str. und weiter durch Troisdorf zur Sieg, (3) den Radweg südlich der Sieg bis an deren Knie zwischen Sankt Augustin und Buisdorf, (4) dort die A560 unterqueren und vorbei am RSAG-Entsorgungs- und Verwertungspark sowie der Tongrube Niederpreis, (5) auf der Oelgartenstraße die A3 überqueren und durch einen ausgedehnten Forst, Wiesen und Felder nach Rott bis zum „Zum Alten Gasthaus“, (6) nach links auf der Dambroicher Str. und der Rotter Str. nach Spich, (7) 300 m auf der Straße „Steinenkreuz“, (8) nach links 100 auf „Am Telegraph“ zur Nr. 7, der Telegraphenstation (MM).

Telegraphenstraße: X km: (1) den Mauspfad nach SE, (2) nach rechts auf der Altenrather und Römerstraße in Richtung Zentrum von Troisdorf, (3) am Ursulaplatz auf die B8, die die Agger quert, und nach Siegburg, (4) auf der L333 die Sieg queren und über Buisdorf nach Strossdorf, (5) nach rechts auf der L331 nach Geistingen, (6) weiter auf der nach rechts abbiegenden L331 nach Süden durch Wald und Wiesen nach Söven, (7) am Rand von Söven zwei mal links, (8) 300 m auf der Straße „Steinenkreuz“, (9) nach links 100 auf „Am Telegraph“ zur Nr. 7, der Telegraphenstation (MM).