Station 46: Radevormwald Am Telegraf

1. Zuordnung

Wappen Radevormwald

2007 Nordrhein-Westfalen (NW), Oberbergischer Kreis (GM), Stadt Radevormwald

1835 Königreich Preußen, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreis Lennep, Gemeinde Rade vorm Wald, Stationsstelle Kollenberg (H78: 46/47)

1929 Auflösung des Kreises Lennep, Eingliederung in den Rhein-Wupper-Kreis

1975 Auflösung des Rhein-Wupper-Kreises, Radevormwald wird dem Oberbergischen Kreis angegliedert.  Verwaltungssitz ist Gummersbach, von dem auch das Kraftfahrzeugkennzeichen des Kreises GM abgeleitet ist.

2. Vormalige Namen

Rade vorm Wald, Collenberg, Kollenberg, Villa Telegraph, Villa Telegraf, Haus Telegraf, Am Telegraf

3. Lage, Adresse, Koordinaten; Höhe und Karte

Lage: nordnordöstlich des Stadtzentrums am Sportplatz auf dem Kollenberg; 10 Gehminuten vom Bahnhof entfernt

Adresse: Sportanlage Kollenberg

Koordinaten: 51°12'33,5" N,  07°21'13,0" O

Höhe: 380 m

Größere Kartenansicht

Höhenprofil der Stationen: Ausschnitt aus dem Telegraphenbuch III: Abb. 5 (© MENNING et al. 2012)

Höhenprofil der Stationen: Ausschnitt aus dem Telegraphenbuch III: Abb. 5 (© MENNING et al. 2012)
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Relief mit der Station 50 (Foto: MM 04/2012, Graphik: AH 04/2014)

Relief mit der Station 50 (Foto: MM 04/2012, Graphik: AH 04/2014)
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4. Station

Die Station 46 war die erste im Rheinland (von Berlin aus gesehen).  Am 10.05.1833 begann von hier aus die Standortbestimmung für die Stationen im Rheinland (H78: 108).

4.1 Grundstück, Auftraggeber, Baumeister, Baubeginn und Gebäude

Grundstück: Der Standort der Station wurde Mitte Mai 1833 bestimmt, als O´Etzel in Radevormwald Quartier machte.  „Die Verhandlungen für den benötigten Grund und Boden wurden erst vier Monate später geführt, nachdem der Landrat Bernuth Bügermeister Dilthey ermächtigte, die Kaufverhandlungen in seinem Namen zu führen.  Es handelte sich dabei um ein Stück Buschland, dem Privatgutsbesitzer Funkenhaus gehörig, 28 Quadratruten und 48 Quadratfuß und ein Stück Buschland, der evangelisch reformierten Gemeinde Radevormwald gehörig, 77 Quadratruten 42 Qaudratfuß. … Obwohl bei unentgeltlicher Überlassung des Bodens der ev. Reformierten Gemeinde kein merklicher Verlust, andererseits auch dem Staat beim Kauf des Landes kein übermäßiger Aufwand entstanden wäre, war die Gemeinde nicht bereit, den Grund und Boden unentgeltlich abzugeben und forderte 15 Silbergroschen pro Qudratrute.  Da der Preis als zu hoch erachtet wurde, zog man im Früghjahr 1834 einige Sachverständigen hinzu, die den Wert pro Quadratrute im Mai 1834 auf 10 Sibergroschen festsetzten“ (H78: 84).

Am 28. Mai 1834 wurde der Kaufvertrag unterzeichnet und der geforderte Preis gezahlt“ (www.stadtnetz-radevormwald.de/article6535.html; www.stadtnetz-radevormwald.de/article9058-2058.html).

Auftraggeber und wohl auch Baumeister war der Garnisonsbaudirektor des VIII. Armeekorps in Koblenz, Ingenieurhauptmann von Mühlbach (H78: 84).

Baubeginn:

Variante 1: im Mai 1833: „Von Mühlbach war durch das Kriegsministerium angewiesen, genau nach O´Etzels Anweisungen zu verfahren und unverzüglich nach der Ortsbestimmung durch O´Etzel mit dem Bau zu beginnen“ (H78: 84).

Variante 2: „Im Juni 1834 begann man mit dem Bau.  Die Inbetriebnahme der Linie von Magdeburg bis Koblenz erfolgte im November 1834" (www.stadtnetz-radevormwald.de/article6535.html; www.stadtnetz-radevormwald.de/article9058-2058.html).

[Kommentar MM 09/2010: „1834“ dürfte falsch sein und muss sehr wahrscheinlich durch 1833 ersetzt werden, denn mehrere andere Quellen nennen Tage im Oktober 1833 als offizielle Einweihungstermine von Stationen.  Es wäre unsinning gewesen, Stationen bereits ein ¾ Jahr fertig zu haben (seit Oktober 1833) und erst im Juni 1834 mit dem Bau von Nr. 46 zu beginnen.  Man hat also mit hoher Wahrscheinlichkeit ab Mai 1833 gebaut (Variante 1), und zwar sehr zügig, und konnte bereits im Herbst einweihen und mit dem Probebetrieb beginnen, doch man hat erst 1834 nachträglich bezahlt, wie auch anderenorts.  Der Autor widerlegt die Zahl 1834 später selbst, indem er weiter schreibt: „Mit Einführung der ersten elektromagnetischen Telegrafie wurde 1849, nur 16 Jahre nach seiner Errichtung, das optische Verfahren eingestellt.“]

Gebäude: Die Station wurde, trotz ihrer Stadtnähe, mit Wohnungen für die Telegraphisten ausgestattet, denn in Radevormwald waren nach dem Großbrand von 1802 nur die nötigsten Wohnungen bzw. Häuser wieder errichtet worden (H78: 86).

Betriebszeit: 1833 bis 1849

4.2 Eröffnung, Betrieb, Personal und Verkauf

Eröffnung der Station: „Da strömten die Radevormwalder und die Bewohner der benachbarten Orte zum Collenberg.  Wenn man den neuen Weg, es ist der, der auf der Telegrafenstraße zum Sportplatz führte, hinter sich hatte, stand man vor dem Wunderbau.  Ein etwa acht Meter hoher, zweistöckiger Turm erhob sich dort.  Die Fenster, je zwei übereinander, zeigten nach Osten und Westen.  Über der Tür hing das preußische Wappen.  Über das flache, geländerte Dach ragte, etwa zwanzig Fuß hoch, eine eiserne Säule, die senkrecht durch das ganze Gebäude ging.  Sie trug sechs etwa zwei Meter lange Zeiger, ähnlich denen der heutigen Eisenbahnsignale, je zwei in gleicher Höhe" (www.stadtnetz-radevormwald.de/article6535.html, http://www.stadtnetz-radevormwald.de/article9058-2058.html).

[Kommentar MM 09/2010: 1. Somit ist der originale Turm zweistöckig.  2. In anderen Stationen gab es Masten aus Holz.  Der genannte Eisenmast ist eine Ausnahme oder eine Erfindung des vorstehenden Autors.]

Betrieb: „Der Code wurde häufig geändert, um Außenstehenden das Mitlesen der staatlichen Botschaften zu erschweren.  Schließlich waren zur Nachrichtenübermittlung nur militärische Depeschen oder eilige Regierungssachen zugelassen“ (www.stadtnetz-radevormwald.de/article6535.html; www.stadtnetz-radevormwald.de/article9058-2058.html).

[Kommentar MM 09/2010: Diese Behauptung ist falsch: richtig ist, dass die 12 existierenden Code-Bücher wie Staatsgeheimnisse gehütet und der Code nie geändert wurde.]

Personal:

Verkauf: 1850 wurde das Gebäude dem Wirt und Krämer Johann Büchsenschütz für 495 Thaler verkauft (H78: 86), der Ofen ging an Theodor Harnischmacher für 4 Thaler 5 Pfennig und die Taue des Signalmastes an Heinrich Schmitz für 1 Thaler, 15 Silbergroschen und 7 Pfennige (www.stadtnetz-radevormwald.de/article6535.html, http://www.stadtnetz-radevormwald.de/article9058-2058.html

4.3 Brand, Nachnutzung, Presse und Beschilderung

Brand: Am 12. April 1892 brannte der obere Teil des Hauses ab.  Es wurde unter Beibehaltung des Turms und der Mauern wieder aufgebaut (H78: 86).

Nutzung I: Die Telegrafenstation, von den Radevormwaldern "Villa Telegraf" genannt, diente viele Jahre als vielbesuchtes Ausflugslokal (www.stadtnetz-radevormwald.de/article6535.html, http://www.stadtnetz-radevormwald.de/article9058-2058.html).  „1906 nutzt man die Turmplattform als Aussichtspunkt.“ (Artikel aus der Zeitung „Radevormwald“, undatiert, Archiv Michelbrink 12/2008).  Familie Zölzer betreibt das Restaurant (M. Michelbrink 12/2008).

„Dem einstöckigen, massiven Gebäude war der Turm auf der nördlichen Längsseite vorgelagert.“  Unklar ist, ob der Turm zwei oder dreigeschossig war: Eine Bauzeichnung von 1900 (Brand 1982) zeigt einen dreistöckigen Turm.  „Aller Wahrscheinlichkeit nach handelte es sich aber hier um einen Bauentwurf, der damals nicht realisiert wurde.  Aus den 30er Jahren ist dann eine Fotografie überliefert, die … einen zweistöckigen Turm mit einem Satteldach zeigt“ (H78: 86).

[Kommentar MM 2010: Herbarth irrt vermutlich: 1. schreibt (www.stadtnetz-radevormwald.de/article6535.html, http://www.stadtnetz-radevormwald.de/article9058-2058.html) von einem zweistöckigen originalen Turm (siehe 4.2) und 2. zeigen die Postkarte von 1906 (Bild) und die Abb. 122 in Herbarth (1978) einen deistöckigen Turm mit einer Aussichtsplattform auf dem 3. Geschoss.  Dieser Turm mit seiner Plattform diente dem Vergnügen der Gaststättengäste, sie hat nichts mit der Telegraphie zu tun.]

Nutzung II: „Anschließend kauft der Fabrikant Höltring Gebäude und Grundstück.  1906 hat er an der Wilhelmstraße, die an das Telegrafengrundstück grenzt, eine Textilfabrik.  1908 baut er dort eine Villa.  Das übrige Grundstück wird zu einem schönen Park.  Ein Tennisplatz mit einem Teehäuschen rundet das schöne Bild ab.

1910 bezieht Familie Kersting (Eltern von Magdalena Michelbrink, die in dem Haus geboren wird und dort lange lebt) das Haus Telegraf zu Wohnzwecken.  Eine Lindenallee führt vom Telegraf zur Villa Höltring.  Im 1. Weltkrieg emigriert Familie Höltring in die Schweiz.  Die Gebrüder Fischer erwerben das gesamte Grundstück.  Sie behalten die Villa mit Park sowie die Textilfabrik, verkaufen das übrige Grundstück mit dem Telegraf aber an die Stadt Radevormwald“ (Brief M. Michelbrink 12/2008).

Nutzung III: „Um 1923 wird ein Sportplatz gebaut.  Mehrere Jahre wird der Telegraf auch als Forsthaus genutzt; Förster Stümke lebt mit seiner Familie einige Jahre zusammen mit Familie Kersting in dem Haus.  Er wird später nach Düsseldorf versetzt (M. Michelbrink 12/2008).

Alternative Darstellung (H78: 86): Der in der Bauzeichnung von 1900 zu sehende dreistöckige Turm ist dann wohl nach Kriegsende realisiert worden, als man in dem Haus ein Lokal errichtete.  Der neu aufgestockte Turm diente danach als Aussichtsturm (H78: 86).  Mit diesem Aussehen bestand die ehemalige Station bis 1955 und wurde dann abgerissen.  An ihrer Stelle steht heute ein anderes Haus, das als Lokal für Spaziergänger und Besucher des daneben liegenden Sportplatzes dient“.

[Kommentar MM 09/2010: Diese Darstellung stimmt weder mit den vorstehenden noch den folgenden Ausführungen der Zeitzeugin Magdalena Michelbrink (Nutzung IV, V) überein.  Entgegen der Vermutung von Herbarth scheint die Bauzeichnung von 1900 doch realisiert worden zu sein, denn das Gebäude diente als Lokal mit dreistöckigem Aussichtsturm (Postkarte 1906, siehe Bild): und zwar bis 1910 (M. Michelbrink 12/2008) bzw. bis zum 1. Weltkrieg (siehe „Presse I“), nicht mehr danach und gewiss nicht bis 1955]

Nutzung IV: „Am Ende des 2. Weltkrieges wird Radevormwald durch Artillerie-Beschuss ziemlich zerstört; auch der Telegraf bekommt etwas ab.  Die Engländer beschlagnahmen den Telegrafen.  Familie Kersting muss für neun Monate in eine Notunterkunft umziehen.  Um 1956 wird die Sporthalle gebaut und anschließend das Freizeitheim.  Magdalena Kersting hat inzwischen geheiratet und heißt jetzt Michelbrink.  Ihr Mann Theodor ist bei der Stadt angestellt, um Sportplatz, Freizeitheim und Halle zu beaufsichtigen (M. Michelbrink 12/2008).

Nutzung V: 1961 wird ein Bungalow als neue Dienstwohnung des Platzwartes gebaut und der Telegraf abgerissen.  Um dem nicht zusehen, verreist Familie Michelbrink.  Als Theodor Michelbrink 1980 in den Ruhestand geht, kauft Familie Michelbrink die alte Textilfabrik in der Wilhelmstraße, heute Jahnstraße, und baut sie zu einem Wohnhaus um.  So bleibt sie in der Nähe des Telegrafen.  Bilder des Telegrafen hängen dort im Treppenhaus und ein Bruchstein des Telegrafen ziert den kleinen Gartenteich.

Heute sind der „Telegraf“ und der Sportplatz eingezäunt.  Der Sportplatz ist nur bei Veranstaltungen für Sportler und Zuschauer zugänglich“ (M. Michelbrink 12/2008).

Presse I: „„Haus Telegraf“ später an neuer Stelle?“ mit dem Bild: „So repräsentiert sich heute auf der Kuppe des Kollenberges „Haus Telegraf““: „Das höchst gelegene Haus in Stadtnähe auf der Kuppe des Kollenberges, ist das in städtischem Besitz befindliche Haus „Am Telegraf“. … „Haus Telegraf“ war eine beliebte Feststätte.  An das Haus wurde ein saalartiger Anbau gefügt, in dem die großen Bälle vor dem ersten Weltkrieg stattfanden. …

Aber nach dem Krieg [1. Weltkrieg] wurde es merklich still um das hochgelegene Haus.  Der verwilderte Kollenbergwald lockte nicht.  Der saalartige Anbau verschwand [wie auch der Turm].  Nur als Wohnhaus hatte das Haus am Telegraf noch Bedeutung.  Erst 1923, als zu Füßen dieses Hauses Rades erster Sportplatz der Öffentlichkeit  übergeben war, waren die Sportler froh, einen Raum hier zu finden, in dem man sich zu Spiel und Sport umkleiden konnte.  Und das ist so geblieben.  Allerdings sind in den letzten Jahren zwei Bauten hinzugekommen, die das Wohnhaus entlasten, einmal die Sporthalle an der nahen Telegrafenstraße und dann das Freizeitheim der Stadt, das ganz modern neben das einsame Haus gesetzt wurde.

Noch steht der Bauzeuge vergangener Epoche an der genau höchsten Stelle.  Aber es besteht der städtische Plan, das alte Haus abzureißen und ein Stück weiter nach rechts neu zu errichten.  Vom bisherigen Platz des Hauses aus werden Kampfrichter wie auch Zuschauer bessere Sicht gewinnen.  Bedauerlich bleibt nur, dass an der Stelle des optischen Telegrafen kein neuer Turm gebaut wurde [wird].  Schon vom Boden aus sieht man bis nach Wuppertal hinüber.  Bisher waren alle auswärtigen Gäste, die der Bergische Geschichtsverein nach hier führte, begeistert von Rades schöner Kampfbahn und der Kollenberghöhe.  Ein Neubau wird den guten Eindruck verstärken.  Nur die geschichtlichen Momente kommen dabei zu kurz.  Stände da nur ein bescheidener Turm, der gleichzeitig den Kampfrichtern bei Sportveranstaltungen zur besseren Übersicht dienen würde, so könnte dieser mit einer geschichtlichen Hinweistafel seinen Zweck erfüllen“ (aus der Tageszeitung „Radevormwald“, 196x, Archiv Michelbrink 12/2008) [fette Hervorhebung und Worte in eckigen Klammern: MM].

Presse II: „Sportzentrum am Kollenberg jetzt noch schöner“ mit dem Bild: „Ein schmucker Garten macht viel aus. Im Kollenberg-Sportzentrum beweist sich´s abermals“:

„Das Radevormwalder Sportzentrum am Kollenberg ist vollständiger, schöner geworden.  Nachdem die Flutlichtanlage für den Sportplatz fix und fertig ist, hat das Radevormwalder Sportleben eine wesentliche Bereicherung erfahren.  Zwei große sportliche Ereignisse – die Besuche des Wuppertaler SV und das RSV Mühlheim – werden am 30. August bzw. 2. September die Anlage einweihen. … Aber auch der Rahmen des Sportplatzes hat eine Bereicherung und Verschönerung erfahren.  Das nette Häuschen des Platzwartes liegt inzwischen in eine schöne, kleine Gartenanlage eingebettet, die man gerne bestaunt.  Die geglückte gärtnerische Gestaltung darf als ein Gewinn für das Sportzentrum betrachtet werden“ (aus der Tageszeitung „Radevormwald“, ≈ 1962, Archiv Michelbrink 12/2008.

[Kommentar M. Michelbrink: „Das nette Häuschen“ ist der Bungalow östlich der 100-m-Laufbahn.]

Beschilderung: Noch kein Hinweis auf die Telegrafenzeit.

5. Umgebung

5.1 Geographie

Radevormwald liegt am Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges inmitten eines Kranzes von Stauseen, die an der Wupper bzw. ihren Nebenflüssen im NW (Uelfebad), W, SW (Wuppertalsperre) und S (Bevertalsperre) sowie an der Ennepe im NE (Ennepetalsperre) angelegt wurden (MM).

5.2 Geologie

Unterdevon, Emsium-Stufe, Oberems, Remscheid-Schichten: ca. 396–393 Millionen Jahre alt, unterer Teil in paralischer Fazies („brackische“, in Meeresnähe entstandene Sedimente), oben flachmarine Sedimente (M. Piecha 02 2010 und Stratigraphische Tabelle von Deutschland 2002: www.stratigraphie.de/std/index.html)

5.3 Jugendherberge, Kultur und Sehenswürdigkeiten

1910 In Radevormwald wird die zweitälteste Jugendherberge der Welt und erste im Rheinland eingeweiht (Telegrafenstr. 50, 42477 Radevormwald, Tel. 021 95 – 68 88 11, Fax 021 95 – 68 88 10, radevormwald@jugendherberge.de, www.radevormwald.jugendherberge.de).
„Sie präsentiert sich ihren Gästen frisch und liebevoll saniert.  Moderne Architektur und historischer Baukörper machen den besonderen Charme dieses Hauses aus.  Ausgedehnte Wanderwege, attraktive Ausflugsziele und Natur-Programme locken besonders Familien, Schulklassen, Jugendgruppen und Kindergärten (M. Michelbrink 12/2008).

1971 Ein schweres Zugunglück erschüttert die Stadt.  Ein Sonderzug, der mit Abschlussschülern auf dem Heimweg ist, stößt auf einer eingleisigen Strecke mit einem Güterzug zusammen.  Bei diesem traurigen Ereignis sterben 41 Schülerinnen und Schüler und vier Erwachsene, viele sind schwer verletzt (M. Michelbrink 12/2008).

1976 Der letzte planmäßige Personenzug verlässt die Stadt.

1987 Einweihung der Wupper-Talsperre am Staudamm in Krebsöge und Eröffnung der Umgehungsstraße

1996 Feier zur 500. Pflaumenkirmes
(http://www.stadtnetz-radevormwald.de/html/buergerinfo/historie.htm)

Sport: Bekannte Rader Sportler:

  • Heide Rosendahl: Olypiasiegerin 1972, Weltrekordlerin im Weitsprung und im Siebenkampf, Sportlerin des Jahres 1970 und 1972
  • Ernst-Rainer Bisterfeld: Weltmeister 1973 und zweifacher Europameister im Motorbootrennen
  • Gebrüder Trott: Radrennfahrer
  • Landessportschule Jahnstraße

In Radevormwald wurden die Rader Kampfspiele, „Tour der Jugend“ und „Spiel ohne Grenzen“ ausgetragen.
Kollenbergpark mit Kriegerdenkmal
(M. Michelbrink)

5.4 Gewerbe und Produkte

Renommierte und große Radevormwalder Unternehmen waren das Bismarckwerk für Motorräder und Fahrräder (http://de.wikipedia.org/wiki/Bismarckwerk) und Hudora.  Sägen stellt Dornseif her: http://www.dornseifsaegen.de (M. Michelbrink).

  • GIRA, Elektro-Installations-Systeme
  • Kürbi u. Niggeloh, BILORA, Stative
  • WADER, Spielzeuge
  • GKN-Sinter Metals, Filter, Autozubehör
  • BÖLA, Siebdruck
  • KUHN, Edelstahlgießerei
  • SELBACH, Getränke-, Kühl- u. Zapfanlagen
  • INTER-UNION, Technohandel

(Stadtverwaltung, Tourismus: H. Behrensmeier)

5.5 Gaststätten & Quartiere

www.wfg-radevormwald.de

6. Kontakte

6.1 Magdalena Michelbrink, Jahnstr. 11, 42477 Radevormwald, Tel. 021 95 – 65 35

6.2 Stadtverwaltung, Tourismus, Hartmut Behrensmeier, Hohenfuhrstr. 13, 52447 Radevormwald, Tel. 021 95 – 6 89 22 13, hartmut.behrensmeier@radevormwald.de

7. Informationen

7.1 Internet

www.stadtnetz-radevormwald.de

7.2 Schriften / Zeitungsartikel / etc.

Schriften:

Zeitungsartikel:

Ras (196x): „Haus Telegraf“ später an neuer Stelle? – Tageszeitung Radevormwald.

Anonymus (196x): Sportzentrum am Kollenberg jetzt noch schöner. – Tageszeitung Radevormwald.

8. Öffnungszeiten

ohne, von der Straße aus einsehbar

9. Zur Station Nr. 47

Luftlinie: 10,3 km; zur Station 45: 8,9 km (PS)

Telegraphenradweg: ? km (Autor ?)

Telegraphenstraße: ? km und ? m Fußweg (Autor ?)